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Veröffentlicht am 05.01.2022 19:17

„Das Interesse an Elektroautos ist relativ groß“

Die Ansbacher lieben ihre Autos: Ende 2021 waren insgesamt 25.725 Pkw in der Stadt gemeldet. (Foto: Jim Albright)
Die Ansbacher lieben ihre Autos: Ende 2021 waren insgesamt 25.725 Pkw in der Stadt gemeldet. (Foto: Jim Albright)
Die Ansbacher lieben ihre Autos: Ende 2021 waren insgesamt 25.725 Pkw in der Stadt gemeldet. (Foto: Jim Albright)

Das Ziel der neuen Bundesregierung ist ambitioniert: Bis zum Ende des Jahres 2030 soll es 15 Millionen zugelassene Elektroautos in Deutschland geben. In Ansbach wächst der Zuspruch langsam. Insgesamt 348 reine Stromer sind zugelassen. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die Zahl der Autos leicht gestiegen ist.

Gemäß den Angaben der Stadtverwaltung waren zum Stichtag 28. Dezember 2021 genau 35.633 Fahrzeuge in Ansbach gemeldet. Davon waren 25.725 Autos. Im Vergleich zum 1. Januar 2021 ist das eine Steigerung um 106 Pkw, wie aus den Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes hervorgeht.

Von den 35.633 Fahrzeugen werden 83,8 Prozent mit Benzin (18.655) und Diesel (11.219) angetrieben. Hinzu kommen 61 Fahrzeuge, die über einen Erdgasantrieb verfügen und 947 Hybride, also zum Beispiel Autos, die mit Elektro und herkömmlichen Motoren betrieben werden.

Das Thema Wasserstoff spielt dagegen noch gar keine Rolle. Laut den Angaben der Stadtverwaltung verfügt kein in Ansbach gemeldetes Auto über einen solchen Antrieb.

Anders sieht es da bei den Elektrofahrzeugen aus. Die Stadtverwaltung hatte zum 28. Dezember 2021 348 Fahrzeuge mit einem solchen Antrieb in ihrem System. Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass diese Autos immer beliebter werden. Ihre Anzahl erhöht sich langsam, aber kontinuierlich von 111 im Juni 2019 über 165 im Oktober 2020 und 184 im Februar 2021.

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„Das Interesse an Elektrofahrzeugen ist relativ groß“, betont Klaus Dieter Breitschwert, Ehrenpräsident des Bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes, im Gespräch mit der FLZ. „Der Markt ist gut in Fahrt.“ Das liegt nach seinen Worten unter anderem an den „erheblichen Förderungen“, die es derzeit gibt.

Wie sich die Entwicklung fortsetzt und ob das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung erreichbar ist, vermag Breitschwert nicht zu sagen. Allerdings müssten verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Die Elektromobilität müsse für die Menschen bezahlbar sein – was die Anschaffung der Fahrzeuge („Je mehr produziert wird, desto preiswerter wird es“) und das Laden betrifft.

Apropos Laden der Fahrzeuge: Den Ausbau der Ladeinfrastruktur erachtet Breitschwert als einen ganz wichtigen Punkt im Rahmen der Mobilitätswende. „Die Menschen müssen die Autos laden können.“

Eines macht Breitschwert ganz deutlich: Bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien „darf es keine Denkverbote geben“. Als Beispiel nennt er den Wasserstoff, der nicht nur im Automobilsektor eine Rolle spielen könnte. Solche Denkverbote „können wir uns nicht leisten“.

Noch ambitionierter ist die EU-Kommission. Diese plant, dass 2035 europaweit nur noch Autos mit CO2-neutralem Antrieb zugelassen werden sollen. Das Aus für den Verbrenner? Breitschwert geht nicht davon aus. „Wir brauchen diese Technologie noch.“ Vielmehr ist er davon überzeugt, dass es weiter Innovationen geben wird.

Florian Schwab

Dieser Artikel wurde zum ersten Mal in der Fränkischen Landeszeitung vom 5. Januar 2022 veröffentlicht.

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