Birding boomt: Drei Tipps für Einsteiger | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.07.2026 14:15

Birding boomt: Drei Tipps für Einsteiger

Ein Fernglas, robuste Kleidung und Bestimmungshilfen wie Bücher oder Apps sorgen für ein erfolgreiches Naturerlebnis. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Ein Fernglas, robuste Kleidung und Bestimmungshilfen wie Bücher oder Apps sorgen für ein erfolgreiches Naturerlebnis. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Ein Fernglas, robuste Kleidung und Bestimmungshilfen wie Bücher oder Apps sorgen für ein erfolgreiches Naturerlebnis. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Oft reicht schon ein moderner Begriff, damit etwas trendet: Birding etwa bezeichnet Vogelbeobachtung: Menschen halten nach Vögeln Ausschau, treffen sich dafür in Gruppen und teilen ihre Erfahrungen auf Social Media. Das Schöne daran: Es ist ein Hobby mit Erfolgsgarantie - denn wer mit offenen Augen und Ohren durch die Landschaft geht, begegnet fast überall Vögeln, heißt es von der Deutschen Wildtier Stiftung.

Den Schwerpunkt kann man selbst setzen: einfach schauen, was da so zwitschert und fliegt, oder gezielt bestimmte Vogelarten kennenlernen. Das Beobachten der Tiere in freier Natur ist gleichermaßen spannend wie entspannend. Interessiert? Mit diesen drei Tipps der Stiftung gelingt ein schneller Einstieg ins Birding:

1. Der richtige Ort und Zeitpunkt

Am besten kann man Vögel in den frühen Morgen- und Abendstunden beobachten. Denn kurz vor Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind laut der Deutschen Wildtier Stiftung die meisten Vögel aktiv. Eulen und Käuze sieht und hört man dagegen besser unter dem Sternenhimmel.

Ideal für Entdeckungen sind natürlich Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete, vielleicht sogar mit Aussichtsplattformen an Sammelplätzen oder Brutgebieten. In Städten können Vogelfans Kleingärten, Parks, Friedhöfe oder alte Industriebrachen aufsuchen.

2. Die passende Ausrüstung

Ein Fernglas hilft, die Vögel genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Stiftung empfiehlt dafür ein 8x42-Fernglas, das bedeutet: Das Bild ist achtfach vergrößert, die Frontlinse hat 42 Millimeter Durchmesser. Eine große Linse ist sinnvoll, weil das Glas dann mehr Licht einfängt und sich auch für schlechte Lichtverhältnisse eignet.

Weil man im Idealfall raus in die Natur geht, ist robuste Kleidung praktisch, am besten mit Taschen für ein Mücken- und Zeckenspray und ein Notizbuch mit Stift. Wer länger unterwegs ist, braucht auch etwas Proviant.

Bestimmungshilfen gibt es analog und digital: Während einer lieber ein Bestimmungsbuch zur Hand nimmt, lädt die andere sich eine App herunter, die Vögel am Gesang oder Foto erkennt. Kostenlose Varianten sind zum Beispiel „Merlin Bird ID“ oder „BirdNET“.

3. Das korrekte Verhalten

Ruhiges Verhalten ist das A und O, denn Vögel reagieren empfindlich auf plötzliche Gesten oder laute Geräusche. Bewegen Sie sich deshalb langsam und bedächtig, und setzen Sie sich lieber still an eine Hecke oder den Waldrand, statt viel herumzulaufen.

Bleiben Sie auf ausgewiesenen Wegen und gehen Sie nicht zu nah an die Vögel heran. Verfolgen Sie die Tiere auch nicht für bessere Fotos. Vor allem Nester sind tabu. Fühlen sich Elternvögel gestört, kann es sein, dass sie ihre Brut verlassen und dadurch Eier oder Jungvögel auskühlen.

Die Wildtier Stiftung bittet auch darum, die Tiere nicht mit Tonaufnahmen anzulocken, etwa den Gesang bestimmter Vogelarten abzuspielen. Das kann ein Revierverhalten auslösen, Stress verursachen und die Brutpflege stören.

Zum Experten werden

Wer das Hobby nicht nur für sich selbst macht, sondern darüber hinaus etwas für die Wissenschaft tun möchte, kann seine Beobachtungen zum Beispiel auf der Internetplattform „ornitho.de“ oder in der entsprechenden App „NaturaList“ melden. Diese Daten bündelt der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) für wissenschaftliche Auswertungen und den Artenschutz. Nebenbei entsteht laut dem DDA ein ganz persönliches Orni-Tagebuch mit Fotos und Tonaufnahmen.

Sie wollen nicht allein auf die Pirsch gehen? Überzeugen Sie Freunde von Ihrem neuen Hobby, finden Sie in Online-Foren Gleichgesinnte oder nehmen Sie an einer Exkursion von einer Naturschutzorganisation teil.

© dpa-infocom, dpa:260702-930-322774/1


Von dpa
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