Am letzten Spieltag ging es in der Fußball-Bezirksliga Süd nochmals hoch her: Während Uffenheim im direkten Duell den Klassenerhalt fix machte, schlug Dinkelsbühl den ESV klar mit 4:0 und schob sich damit in der Tabelle vor die Lokalrivalen. In Neuses gab es derweil eine Meisterfeier, die bis in die Schlussphase hinein auf der Kippe stand.
Der TuS kam personell auf dem Zahnfleisch daher und dennoch startet er verheißungsvoll, als ein Kreißelmeier-Schuss nur denkbar knapp am Heimkasten vorbeirauschte (2.). Auch die zweite TuS-Chance im ersten Durchgang gehörte dem fleißigen Kreißelmeier. Doch bei seinem Geschoss hatte er das Visier etwas zu hoch eingestellt (43.).
Viel mehr hatte der TuS in der Offensive aber nicht zu bieten. Anders die Heimelf, die über weite Strecken der ersten Halbzeit spielbestimmend war und durch Florian Haas per Kopf (11.) und Filimon Haile (36.) eine verdiente 2:0-Pausenführung herausschoss.
Das muntere Scheibenschießen in der zweiten Halbzeit eröffnete Berg mit einem Doppelschlag durch Henrik Bauer und Stylianos Politopoulos (50., 52.). Wer nun dachte, dass der Pfeuffer-Truppe die Felle davonschwimmen würden, sah sich getäuscht. Die Jungs um Kapitän Beck bäumten sich gegen die Niederlage auf, wobei die beiden A-Jugendlichen Max Engelhardt und Benedikt Bohm einen hervorragenden Eindruck hinterließen. Nachdem Kreißelmeier einen Freistoß direkt im Heimtor versenkt (62.) und zwei Minuten später mit einem Traumtor von der Mittellinie Heimkeeper Sebastian Göhrke düpiert hatte, öffnete der TuS die Defensive und fing sich prompt ein Kontertor durch Timo Endres (66.).
Aber es spricht für die Moral der Gäste, dass sie unbeirrt weiterspielten und durch einen platzierten 20-Meter-Schuss von Tobias Sindel auf 3:5 verkürzten (78.). Dadurch keimte im Gästelager noch mal Hoffnung auf, die jedoch Samuel Lexen postwendend erstickte, als er gegen aufgerückte Gäste allein auf Jens Lindörfer zusteuerte und zum Endstand einschob.
Vor einer stattlichen Kulisse kam der FVU besser in die Partie und hatte bereits in der zweiten Minute die erste gute Möglichkeit. Nach einem Steilpass kam Noah Steinmüller vor Heimtorwart Sven Gerstner an den Ball und wurde von diesem getroffen, die Pfeife von Schiedsrichter Dominik Noegel (DJK Weingarts) blieb jedoch stumm.
Nach rund einer Viertelstunde legte die Heimelf ihre Nervosität ab und kam besser ins Spiel. In der 22. Minute hatte Nicolae Maracine den Torjubel schon auf den Lippen, sein Freistoß von der Strafraumgrenze klatschte allerdings gegen den Pfosten des FVU-Tores. Kurz später scheiterte auch der FVU in Person von Noah Steinmüller mit einem Abschluss aus 16 Metern am Pfosten. Für den dritten Aluminiumtreffer sorgte wenig später SF-Verteidiger Maximilian Czöppan, dessen Kopfball von Phillip Müller an die Latte gelenkt wurde.
Auf der Gegenseite zielte Leon Frei genauer und brachte den FVU in Führung. Nach einem hohen Ballgewinn und Steckpass von Steinmüller blieb er allein vor dem Torwart cool und vollstreckte zum 0:1.
Die zweite Halbzeit zeigte sich zunächst weniger ereignisreich. Der FVU verteidigte die Führung leidenschaftlich. Nach einer Stunde steuerte Tobias Kreischer alleine auf das Tor zu, setzte seinen Lupfer aber auf die Latte. Die Heimelf zeigte bei ihren Angriffsbemühungen wenig Kreativität und konnte den FVU mit vielen langen Bällen kaum unter ernstzunehmende Bedrängnis setzen. Tief in der Nachspielzeit startete der eingewechselte Jörg Bößendörfer einen Sololauf und legte im richtigen Moment auf Kreischer quer, der den Ball über die Linie drückte.
Die Heimelf hätte nun drei Tore für den sicheren Klassenerhalt benötigt, gab sich jedoch nicht auf. Im Gefühl der Sicherheit wurde der FVU unkonzentriert und musste noch zwei Treffer durch Patrick Willemsen hinnehmen. Nach dem zweiten Treffer pfiff der Schiedsrichter die Partie jedoch ab und sorgte für großen Jubel im Uffenheimer Lager, das sich auf ein weiteres Jahr Bezirksliga freuen kann.
Die wegen einiger Ausfälle auf etlichen Positionen umbesetzte und verjüngte Herrieder Elf fand sehr gut ins Spiel. Mit einem Traumtor aus 25 Metern in den Winkel brachte Lukas Wellhöfer die Gäste nach zehn Minuten verdient in Führung.
Nach 20 Minuten kippte die Partie. Begünstigt durch Stellungsfehler in der SG-Abwehr drehten Moritz Stufler und Patrick Meyer mit ihren Treffern in der 21. und 38. Minute das Spiel. Die Rote Karte für Kapitän Kai Regner nach einer Notbremse kurz vor der Pause brachte die Herrieder endgültig ins Hintertreffen.
In Unterzahl waren die Gäste im zweiten Durchgang klar unterlegen und kassierten durch Stufler (2), Christoph Biedermann und Fabian Horn weitere Gegentore.
„Nach guten ersten 20 Minuten haben wir die Partie aus der Hand gegeben. So ist es uns leider nicht gelungen, den Saisonabschluss positiv zu gestalten“, sagte der Herrieder Interimstrainer Joshua Seibold.
Vor der Kulisse von 500 Zuschauern erlebten die Gäste um Trainer Thomas Brunner, der als Profi beim 1. FC Nürnberg über 400 Pflichtspiele bestritten hatte, einen absoluten Start nach Maß. Erst traf Alexander Wastl alleine im Strafraum zur Führung (3. Minute), dann Andreas Wastl per Abstauber zum 2:0 (7.), und in der zwölften Minute erhöhte der freigespielte Fabian Schmidt alleine vor Fortuna-Keeper Marcus Scherbel auf 3:0.
Neuses, das in der Anfangsphase nicht auf dem Platz schien, arbeitete sich nun ins Spiel. Nach Foul an Julian Schuderer gelang Anton Schröferl der Anschlusstreffer per Elfmeter (18.). Unbeirrt von einer Ampelkarte für Fortunas Ersatzspieler Steffen Engelhardt kämpften sich die Hausherren heran und bekamen in der 40. Minute nach Foul an Jan Zimmermann einen weiteren Elfmeter zugesprochen, den Schuderer zum 2:3-Anschlusstreffer versenkte. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Zimmermann das 3:3 auf dem Fuß, brauchte vor dem leeren Tor aber zu lange.
Nach dem Seitenwechsel drängte Neuses auf den Ausgleich. Den Gästen war anzumerken, dass diese nun etwas zu verlieren hatten, denn sie verlegten sich lediglich aufs Kontern. In der Schlussminute wurde Lauterhofen, das vor dem Spieltag noch Zweiter war, mit einem Sieg aber aus eigener Kraft aufsteigen konnte, schließlich durch Fabian Scherer mit dem Treffer zum 4:2 erlöst, nachdem die Fortuna hinten aufgemacht hatte.
Die herausragende Schiedsrichterin Jana Oberländer (JFG Oberes Zenntal) pfiff direkt nach dem Treffer ab und ließ den Jubelstürmen der Gäste so freien Lauf.
Die Sportfreunde waren von Anfang an gut im Spiel. Die ein oder andere Chance vereitelte ESV-Torhüter Sebastian Andreka bravourös. Von des Gästen kam nicht viel.
Zwei zur Halbzeit eingewechselte Spieler bescherten den Dinkelsbühlern die Führung. Martin Proske schlug einen Freistoß von rechts in die Mitte auf den Kopf von Matthias Arold, der den Ball in gewohnter Stürmermarnier zur verdienten Führung einnickte (50. Minute).
Ein schneller Konter ging dem 2:0 voraus. Nach einem Zuckerpass auf die Außenbahn lief Goalgetter Tim Müller alleine auf den Keeper zu und schloss mit all seiner Erfahrung überlegt ab (62.). Kurze Zeit später gar das 3:0. Eine Ecke von der rechten Seite köpfte ESV-Verteidiger Kevin Zelch ins eigene Tor.
Nach einem kurz ausgeführten Freistoß der Gäste fiel das 4:0. Proske holte sich den Ball und lupfte auf Tim Müller, der erneut souverän abschloss.