Der Aufsichtsrat und die Gesellschaftsversammlung des Deutschen Fußball-Bundes beraten nach dpa-Informationen am heutigen Vormittag über Bundestrainer Julian Nagelsmann. Dem Vernehmen nach soll es bei der Videoschalte auch um die Zukunft von Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Andreas Rettig gehen.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge steht Nagelsmann kurz davor, seinen Rücktritt zu erklären. Der 38-Jährige soll nach der Krisensitzung beim DFB am Donnerstag in Frankfurt/Main zu dieser Entscheidung gekommen sein, wie der TV-Sender Sky und die „Bild“-Zeitung berichteten.
Nagelsmann war mit der DFB-Auswahl am Montag im Sechzehntelfinale der WM im Elfmeterschießen an Paraguay gescheitert. Unmittelbar nach dem Ausscheiden hatte er einen Rücktritt ausgeschlossen. Bei dem Treffen in Frankfurt soll ihm die DFB-Spitze aber diesen Schritt nahegelegt haben.
„Ich bin keiner der wegläuft“, hatte Nagelsmann im Stadion in Foxborough in den USA noch gesagt. Sein Vertrag läuft bis zur EM 2028. Als neuer DFB-Chefcoach ist seit Tagen Klopp im Gespräch. Derzeit ist er als Experte für MagentaTV in Amerika im Einsatz.
Der 59-Jährige ist seit Januar 2025 als Head of Global Soccer für die Red Bull GmbH tätig, deshalb gilt dessen Vertragskonstellation als nicht einfach. Davor war Klopp als Trainer sehr erfolgreich bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool. Mit dem BVB wurde er deutscher Meister, mit Liverpool gewann er den englischen Titel und 2019 die Champions League.
Dem DFB-Aufsichtsrat gehören Alexander Wehrle (Aufsichtsratsvorsitzender), Thomas Bergmann, Peter Frymuth, Oke Göttlich, Christoph Kern, Bundesliga-Boss Marc Lenz, Celia Sasic, Ralph-Uwe Schaffert, Steffen Schneekloth, Manfred Schnieders, Matthias Schöck, Silke Sinning, Heike Ullrich und Hermann Winkler an. Die Gesellschafterversammlung bilden DFB-Präsident Bernd Neuendorf als Vorsitzender, Oliver Leki, Hans-Joachim Watzke und Ronny Zimmermann.
Das erste Länderspiel der deutschen Mannschaft nach der WM findet am 24. September in den Niederlanden zum Start in die Nations League statt. Weitere Gruppengegner bis zum Jahresende sind Griechenland und Serbien.
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