Manuel Neuer ist von seinem Ex-Trainer Felix Magath auf eine Stufe mit den zwei besten Spielern seiner Generation gehoben worden. „Was Manuels Leistungen, seine Wichtigkeit für Bayern und die Nationalelf sowie seine Erfolge betrifft, sehe ich ihn auf seiner Position auf einer Stufe mit Messi und Cristiano Ronaldo“, sagte Magath der „Bild“.
Die sportliche Zukunft von Neuer, der am heutigen Freitag seinen 40. Geburtstag feiert, ist über die laufende Saison hinaus offen. Ob der Weltmeister von 2014 seinen Vertrag beim FC Bayern noch einmal verlängert oder seine Karriere beendet, soll sich laut Vorstandschef Jan-Christian Dreesen „im zweiten Quartal“ entscheiden.
„In meinem Team würde Manuel noch drei Jahre im Tor stehen“, sagte Magath, der den gebürtigen Gelsenkirchener von 2009 bis 2011 beim FC Schalke trainiert hatte. Schon damals sei Neuer ein „Vollprofi“ gewesen und beispielsweise bei Ausdauer-Einheiten vorneweg gelaufen. „Das ist für einen Torwart außergewöhnlich und zeigt, dass er den Fußball liebt und wirklich alles gibt, um das Beste aus sich herauszuholen.“
Die rund 30 Millionen Euro an Ablöse, die die Bayern 2011 bei einer Vertrags-Restlaufzeit von nur einem Jahr bezahlt hatten, seien rückblickend betrachtet „nicht nur ein Schnäppchen“ gewesen, wie Magath betonte: „Das war ein Geschenk! Die Bayern haben schließlich für 15 Jahre einen Weltklasse-Torwart bekommen. In der heutigen Zeit wäre Manuel in seiner damaligen Topform sicher um die 150 Millionen Euro wert!“
Auch heute zähle Neuer noch zu den besten Torhütern der Welt, meinte Magath. „Er hat mit den Jahren vielleicht ein wenig an Schnelligkeit und Sprungkraft verloren. Er ist aber immer noch ein Top-Torwart, weil er eine ganz besondere Qualität hat, die man auch im Alter nicht verliert“, sagte der 72-Jährige. Fußballerisch sei Neuer außergewöhnlich stark, zudem sei er auch gedanklich immer einer der Schnellsten.
Die Frage nach einer Fortsetzung der Karriere dürfte bei Neuer, der in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verletzungen ausgefallen war, auch am körperlichen Befinden hängen. „Von außen würde ich sagen, dass er noch alle Fähigkeiten hat, um weiterzumachen“, sagte Magath: „Und mein Rat an ihn wäre, das auch so lange wie möglich auszunutzen, also noch nicht aufzuhören.“
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