Auch wenn es oft nur wenige Minuten lang ist: Das Gespräch zwischen Arzt und Patient ist wichtig. Schließlich geht es darum, herauszufinden, welche Untersuchungen und Therapien passen.
Was Arzt oder Ärztin dafür brauchen: ein korrektes und vollständiges Bild vom Gesundheitszustand der Person, die ihnen da gegenübersitzt. Das bekommen sie aber nicht immer, wie eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag des Unternehmens Doctolib zeigt.
27 Prozent derjenigen, die schon mal bewusst nicht die Wahrheit gesagt haben, haben Symptome verschwiegen oder in Bezug darauf gelogen.
Fast ebenso häufig bezieht sich die Unehrlichkeit auf private und soziale Umstände wie etwa finanzielle oder familiäre Probleme (26 Prozent) oder auch auf psychische Probleme (24 Prozent).
Auch Tabakkonsum wird gern mal verschwiegen oder geleugnet (17 Prozent), ebenso, dass ärztliche Anweisungen wie Ernährungsempfehlungen nicht eingehalten wurden (15 Prozent).
Doch was bringt Menschen dazu, es mit der Wahrheit in der Arztpraxis nicht so genau zu nehmen?
Ehrlichkeit ist in vielen Lebenslagen die beste Entscheidung - auch in der Arztpraxis. Die Experten der Stiftung Gesundheitswissen ermutigen daher dazu, im Arztgespräch ehrlich zu sein und auch Dinge anzusprechen, die einem unangenehm oder peinlich sind. Schließlich kann einem nur so am besten geholfen werden.
Womöglich helfen diese zwei Gedanken, sich zu überwinden:
Auch wenn einem eine angedachte Therapie Angst macht oder man sich Bedenkzeit oder eine Zweitmeinung wünscht, sollte man das offen ansprechen, rät die Stiftung Gesundheitswissen.
Die Befragung wurde zwischen dem 4. und 11. März 2026 durchgeführt, es nahmen 1.043 Personen ab 18 Jahren teil.
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