Ansbacher Flaniermeile: Radler und E-Scooter-Fahrer sollen schieben | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.08.2025 20:13

Ansbacher Flaniermeile: Radler und E-Scooter-Fahrer sollen schieben

Vor allem am Durchgangsschulhaus kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen von Radfahrern und Fußgängern. (Foto: Jim Albright)
Vor allem am Durchgangsschulhaus kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen von Radfahrern und Fußgängern. (Foto: Jim Albright)
Vor allem am Durchgangsschulhaus kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen von Radfahrern und Fußgängern. (Foto: Jim Albright)

Die CSU-Fraktion will Teile der Fußgängerzone für Radfahrer und E-Scooter sperren. Grund: Die Situation in der Fußgängerzone habe sich seit Freigabe des Radverkehrs im September 2018 „erheblich verschlechtert”.

Die CSU will, dass Radfahrer und Scooter-Fahrer in der Neustadt, in der Kannenstraße, in der Uzstraße, in der Kronenstraße und in der Pfarrstraße im Bereich des Biergartens und Durchgangsschulhaus wieder schieben müssen.

„Wir weisen darauf hin, dass gerade Senioren und Kinder erheblichen Gefahren ausgesetzt sind. Die Fußgängerzone muss ein geschützter Bereich ohne Radverkehr sein”, heißt es im Antrag. Gerade Familien mit kleinen Kindern müssten die Möglichkeit haben, sich ungezwungen bewegen zu können. Zudem sei der Vorteil für Radfahrer nicht erkennbar, denn bei „regelkonformem Verhalten” dürften sie in der Fußgängerzone nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Dann lasse sich das Fahrrad genauso schnell auch schieben.

An Schrittgeschwindigkeit hält sich niemand

Tatsächlich fahre kein einziger Radler in der Fußgängerzone in Schrittgeschwindigkeit, so Fraktions-Chef Jochen Sauerhöfer gegenüber der FLZ: „Letzten Samstag in der Neustadt ist man sich vorgekommen wie bei der Tour de France”. Die Leute seien sehr ärgerlich und fragten immer wieder, ob man nicht endlich etwas dagegen tun könne. Es sei bereits „mehrfach zu gefährlichen Situationen und Unfällen” gekommen.

Besonders Fahrräder mit Anhänger und Lastfahrräder stellten aufgrund ihrer Breite in den engen Gassen der Altstadt eine besondere Gefahr dar. Und durch die E-Scooter komme bei einer Freigabe durch die Bundesregierung eine weitere erhebliche Gefahr hinzu, die sich durch ein Verbot vermeiden ließe.

Die CSU hatte 2018 gegen die Freigabe gestimmt und hatte anschließend ein Bürgerbegehren angestrebt. Die erzielten 1950 Unterschriften reichten allerdings nicht – 2400 wären notwendig gewesen. „Jetzt versuchten wir es mal mit einem reduzierten Antrag” so Sauerhöfer. Heißt: Die Reitbahn, der Johann-Sebastian-Bach-Platz und der Martin-Luther-Platz sollen als gute Verbindungsmöglichkeiten weiterhin für Radler frei bleiben.


Winfried Vennemann
Winfried Vennemann
Redakteur
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