Amazon beendet am 20. Mai den Support für Kindle-E-Reader, die bis 2012 auf den Markt gekommen sind. Von diesem Datum an lassen sich nur noch im Speicher vorhandene E-Books darstellen und lesen, aber keine neuen Bücher mehr auf betroffene Geräte laden, berichtet die Stiftung Warentest. Nutzerinnen und Nutzer, die ein solches Gerät besitzen, haben mindestens drei Handlungsoptionen:
Wenn man das Gerät noch etwas weiter nutzen möchte: Noch vor dem Stichtag möglichst alle relevanten Bücher auf den E-Reader laden.
Wenn man einen neuen Kindle-E-Reader kaufen möchte: Dafür kann man einen Fünf-Euro-Geschenkgutschein aus Amazons Trade-in Programm für die Rückgabe des alten Readers sowie einen 20-Prozent-Rabattcode einsetzen, den das Unternehmen betroffenen Nutzenden als Entschädigungsangebot per Mail geschickt hat. Betroffene, die nicht benachrichtigt worden sind, sollten sich an den Kundendienst wenden.
Wenn man das System wechseln möchte: Einen E-Reader von Amazon-Konkurrenten wie Pocketbook oder Tolino kaufen. Das hat zum einen den Vorteil, dass man nicht auf einen einzigen Buchladen festgelegt ist, sondern alle E-Books im sogenannten EPUB-Format laden und lesen kann - egal wo gekauft. Zum anderen lässt sich mit EPUB-Readern auch das Onleihe genannte E-Book-Angebot öffentlicher Bibliotheken nutzen.
Achtung: Seine virtuelle Amazon-Bibliothek kann man bei einem Systemwechsel aber nicht mitnehmen.
Natürlich lassen sich alle erworbenen E-Books aus der Amazon-Bibliothek auch weiter per Kindle-App auf beliebigen Geräten (Android, iOS, Mac und PC) oder auch im Browser (Kindle-Cloud-Reader) lesen.
Allerdings fehlt beim Lesen auf diesen Geräten dann eben das kontraststarke, blendfreie, papierähnliche E-Paper-Display - also der Hauptgrund, warum sich viele Menschen überhaupt einen eigenen E-Reader zulegen.
Folgende Reader-Modelle von Amazon sollen vom Stichtag an den Zugriff auf die Kindle-Online-Bibliothek verlieren:
Kindle-Fire-Tablets:
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