Altstadtfest Ansbach: Das können die neuen Locations | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.06.2023 18:04

Altstadtfest Ansbach: Das können die neuen Locations

Hinter der Schaitbergerstraße verbirgt sich ein idyllisches Kleinod, das zum Altstadtfest vom Kulturgärtla betrieben wird. (Foto: Florian Pöhlmann)
Hinter der Schaitbergerstraße verbirgt sich ein idyllisches Kleinod, das zum Altstadtfest vom Kulturgärtla betrieben wird. (Foto: Florian Pöhlmann)
Hinter der Schaitbergerstraße verbirgt sich ein idyllisches Kleinod, das zum Altstadtfest vom Kulturgärtla betrieben wird. (Foto: Florian Pöhlmann)

Liebevoll, herzlich und ein klein wenig anders präsentieren sich beim Altstadtfest zwei Veranstaltungsorte, die bislang nicht im Programm enthalten waren: Der Betrieb in der Schaitbergerstraße und dem Stadtgraben ist gleich bei der Premiere auf große Resonanz gestoßen. Auch in unserer Bildergalerie vom Altstadtfest finden sich Eindrücke von den neuen Orten.

Durch die schmale Passage der Stadtmauer an der Herberge zur Heimat quetschen sich am Abend hunderte Durstige – egal, ob ihnen der Sinn nach Bier und Cocktails oder nach Musik und Geselligkeit steht. „Endlich ist etwas los in dieser Stadt“, ruft ein etwa 30-Jähriger, als er das Nadelöhr passiert und die von satten Grün umschmeichelten Reihen von Bierzeltgarnituren und kleinen Holzhockern erblickt. Ein Hauch von Pizza, brutzelndem Fleisch und gebratenen Makrelen liegt hier in der Luft.

500 sitzende Gäste im Kulturgärtla

Im Kulturgärtla versorgen rund 20 Helfer 500 sitzende Gäste, etwa genauso viele passen stehend auf die einstige Ziegenwiese, meint Svenja Weiß. „Einen Treffpunkt, an dem Jung und Alt sich wohlfühlen“, wollen sie und das Orga-Team bieten. Und das ist am neuen Standort mehr als gelungen. Da das 2015 aus einer Bierlaune entstandene Kulturgärtla den Karl-Burkhardt-Platz dieses Jahr aufgrund einer Baustelle nicht nutzen kann, lauschen die Besucher nun Mundartliedern und internationalen Wohlklängen in familiärer Atmosphäre samt Blick auf die jahrhundertealte Stadtmauer. „Es ist wirklich überwältigend“, meint Weiß. „Zu sehr verlieben wollen wir uns aber nicht.“

Die nahe Scheune ist wie das dazugehörige Haus baufällig und soll abgerissen werden, anschließend erfolgen die Arbeiten für den Hochwasserschutz. „Wir entwickeln uns zu einem kleinen Wanderzirkus.“ Falls es möglich ist, will das Team nächstes Jahr aber unbedingt wieder das schmucke Areal hinter der Herberge zur Heimat mit Leben füllen.

Liebe auf den ersten Blick war es auch bei den Machern im Stadtgraben: Hotelier und Gastronom Jens Blank kann dabei auf die Mitarbeit der Stadtfreunde um Hans-Jürgen Eff vertrauen, die sich mit ihrer Crew in Organisation und Umsetzung einbringen.

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Fußabdrücke weisen den Weg zum Stadtgraben

Bunte Fußabdrücke mit Beschriftung Stadtgraben und Kulturgärtla weisen den Weg zu den ein paar Meter abseits des Zentrums gelegenen Orten. Die Baustelle im Stadtgraben, wo seit Monaten an einem neuen Spielplatz gewerkelt wird, hätten Blank und Eff gerne vor dem Altstadtfest abgeschlossen gesehen. Klappte aber nicht. Was dem Charme des Stadtgrabens mit seinen hohen schattenspendenden Bäumen aber nur bedingt abträglich ist. „Je dunkler es wird, desto romantischer wird unsere grüne Oase“, findet Eff und erntet zustimmendes Nicken bei einem Paar, das gerade händchenhaltend vorbeischlendert. „Für Tag eins ist es ein voller Erfolg, die Menschen sind glücklich.“

Blank und Eff freuen sich darauf, im nächsten Jahr den ganzen Stadtgraben zu bespielen, dann mit mehr Vielfalt. Schon für dieses Jahr waren eine Hüpfburg für Kinder und ein „Chillout“-Bereich geplant, aufgrund der Baustelle durften aber nur die „Basics“ angeboten werden, führt Eff aus. Limitiert ist auch die Zahl der Besucher, mehr als 600 lässt die Auflage der Verwaltung nicht zu. Das sorgt dann schon mal für kurze Staus vor dem Eingang – abschrecken kann es aber die wenigsten Gäste.


Von Jonas Volland und Florian Pöhlmann
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