Im Heimspiel gegen den sieglosen Tabellenletzten TSV Schwaben Augsburg am Samstag, 18. Oktober, ab 14 Uhr rechnet alle Welt mit einem klaren Heimsieg der SpVgg Ansbach. Doch der Trainer warnt – und holt einen Stürmer zurück in die Startelf.
„Augsburg ist eine solide Mannschaft, die sich in keinem Spiel aufgegeben hat”, so SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber, „sie haben viele knappe Ergebnisse erreicht und oft auch Pech gehabt”.
Vier Unentschieden haben die Schwaben (18. Platz/4 Punkte) in dieser Saison erst geschafft, hinzu kommt das frühe Aus im Pokal mit dem 1:2 beim Bayernligisten und Lokalrivalen TSV Landsberg. In sechs Auswärtsspielen gab es zwei Remis bei 5:13 Toren. Bemerkenswert war das 3:3 bei den Würzburger Kickers, auch ein Argument dafür, den Tabellenletzten nicht als Gegner zweiter Klasse anzusehen.
Achitpol Keereerom, einst Jugendnationalspieler, ist mit drei Toren der treffsicherste Schwaben-Angreifer. Den Thailänder kennen die Ansbacher aus Spielen gegen den FC Augsburg II.
In den beiden Spielen vergangene Saison feierte Ansbach (10./16) zwei Siege (3:2, 2:1), wobei jeweils Nico Hayer unter den Torschützen war. Im heimischen Xaver-Bertsch-Sportpark sammelten die Ansbacher nun elf Punkte in Serie und sind seit Ende Juli ungeschlagen. Heimsieg Nummer vier soll unter anderem mit Hilfe von Lukas Schmidt gefeiert werden. Den Offensivspieler, zuletzt nur auf der Bank, will Reutelhuber zurück in die Startelf befördern.
Der prominenteste Augsburger ist der Spielertrainer. Matthias Ostrzolek gilt als der Viertligaspieler mit der meisten Bundesliga-Erfahrung. Knapp 200 Spiele hat der 35-jährige Bochumer für den FC Augsburg, den Hamburger SV und Hannover 96 absolviert. Beim 0:1 zuletzt gegen den FC Augsburg II war er gesperrt, ist aber gegen Ansbach wieder spielberechtigt. Einen prominenten Namen trägt der junge Torwart Iason Drobny, der Sohn des früheren tschechischen Nationaltorhüters Jaroslav Drobny.
Im ersten Regionalligajahr eroberte Augsburg als Neuling starke 40 Punkte und hatte nebenbei ein zähes Verfahren durch mehrere Instanzen zu bewältigen. Der Abzug von zwölf Punkten drohte. In diesem Jahr haben die Schwaben wieder Stress mit dem Verband. Das Flutlicht im Rosenaustadion ist zu schwach, weshalb der BFV eine Strafe von 30 000 Euro verhängt hat. Die Anlage im denkmalgeschützten Stadion zu ertüchtigen, würde einen Millionenbetrag kosten.
Wenn der Absturz der Augsburger, an dem auch die langwierigen Ausfälle von Leistungsträgern wie Kapitän Marco Greisel und Torjäger Jonas Greppmeir schuld sind, nicht bald gebremst wird, dürfte sich dieses Problem für die Schwaben nächste Saison von allein erledigen. In der Bayernliga braucht es nicht so viel Licht.