Seit fünf Tagen wird der Mann vermisst, der als Schüler bei einem Amoklauf am Ansbacher Gymnasium Carolinum zehn Personen verletzte. Er bekam unbegleitete Ausgänge aus dem Erlanger Bezirksklinikum, doch seine Ärzte waren noch gegen eine Entlassung in die Freiheit.
Im September 2009 war der damals 18-jährige Schüler von Polizisten durch Schüsse verletzt und damit gestoppt worden. Er wurde in einer Klinik für psychisch kranke Straftäter untergebracht. Im April 2010 verurteilte ihn das Landgericht Ansbach zu einer zeitlich unbefristeten Unterbringung.
Lange machte seine Behandlung nicht solche Fortschritte, dass die Erlanger Ärzte eine Chance auf eine Entlassung sahen. Er erhielt jedoch bereits seit längerem verschiedene Lockerungen. Dafür gibt es ein abgestuftes Konzept, erklärte Karin Schulz, die Pressesprecherin der mittelfränkischen Bezirkskliniken mit Sitz in Ansbach. „Lockerungen werden grundsätzlich schrittweise gewährt. Am Beginn stehen vom Klinikpersonal begleitete Ausgänge innerhalb des Klinikgeländes. Die letzte Lockerungsstufe umfasst Übernachtungen außerhalb der Klinik.”
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