Abgänge treffen die Weinberger Fußball-Frauen hart | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.07.2025 12:13

Abgänge treffen die Weinberger Fußball-Frauen hart

Jubelt nicht mehr für Weinberg: Annika Kömm. (Foto: Martin Rügner)
Jubelt nicht mehr für Weinberg: Annika Kömm. (Foto: Martin Rügner)
Jubelt nicht mehr für Weinberg: Annika Kömm. (Foto: Martin Rügner)

Gute sechs Wochen sind seit dem letzten Pflichtspiel der Fußball-Frauen des SV Weinberg vergangen. Mit 1:4 unterlagen sie am 18. Mai beim FC Ingolstadt und beendeten damit nach zwei Jahren ihren Aufenthalt in der 2. Liga auf dem drittletzten Platz. Damit war der Abstieg aus Deutschlands zweithöchster Spielklasse besiegelt und das Märchen „Gallisches Dorf“ beendet.

Der Abstieg löste zwiespältige Gefühle aus: auf der einen Seite diejenigen, die sich weiterhin mit professionellen Teams messen wollten und auf der anderen Seite die Fraktion derjenigen, denen der Fußball in der 3. Liga (= Regionalliga) ausreichend ist.

Knifflige Aufgabe für den Abteilungsleiter

Das Für und Wider waren schon eine kleine Zerreißprobe für die eigentlich immer sehr homogen aufgetretene Mannschaft. So verliefen die vergangenen Wochen auch nicht gerade einfach für SVW-Abteilungsleiter Edgar Schalk bei der Zusammenstellung einer schlagkräftigen Truppe für die Regionalliga.

Im Trainerteam der Weinbergerinnen gab es eine Änderung mit der Neubesetzung der Assistentin. Marco Hutflesz heißt hier der Neue und tritt damit die Nachfolge von Meike Wischgoll an, die sich auf Grund ihrer beruflichen Belastung wieder vorrangig als Videoanalystin betätigen wird. Cheftrainerin bleibt Julia Brückner, die fünf neue Talente und eine alteingesessene sowie erfahrene Spielerin (Meike Bohn) begrüßen kann.

Die junge Rasselbande führt U16-Nationalspielerin Dana Kessler an, die nach der Ausbildung im Juniorenbereich der SpVgg Ansbach wahrscheinlich gleich eine Führungsrolle spielen soll. Vom Hoffenheimer Trio scheint die Offensivspielerin Lea Würth am weitesten zu sein, während bei den Schwestern Fee und Eva Lüttke sowie der vom FCN gekommenen Martha Bittner abgewartet werden muss, wie schnell sie die Umstellung vom Juniorinnenfußball auf die Gangart bei den Frauen schaffen werden.

Keine schlechten Aussichten für eine erfolgreiche Regionalliga, wenn da nicht schwerwiegende Abgänge stehen würden. Das Ausscheiden von Ellen Riess war schon länger bekannt, die ab dem 1. Juli die neue Koordinatorin Frauenfußball beim Regionalligaaufsteiger SpVgg Greuther Fürth sein wird. Pikant an dieser Angelenheit ist die Tatsache, dass es in der 1. Runde des DFB-Pokals am Samstag, 16. August, um 16 Uhr das Duell zwischen dem SV Weinberg und der SpVgg Greuther Fürth geben wird.

Gerne hätte Julia Brückner nicht nur in diesem Spiel weiter ihre beiden Kapitäninnen dabeigehabt. Doch am vergangenen Freitag bei der Saisonabschlussfeier ließen Annika Kömm und Leonie Haberäcker die Katze aus dem Sack und beendeten die wochenlangen Spekulationen: Beide Spielerinnen wechseln zum FC Ingolstadt, weil sie einfach weiter 2. Liga spielen wollen. Damit enden nach 17 Jahren (Kömm) und 14 Jahren (Haberäcker) zwei „Urgestein-Karrieren“ im Trikot des SV Weinberg.

Weitere Spielerinnen vor dem Absprung

Diese Lücken zu schließen wird sehr schwer werden. Da noch der Verbleib von Solveig Schlitter (Eintracht Frankfurt II?) und Djellza Istrefaj sehr fraglich ist, kann Brückner froh sein, dass Anna Grimm, Sara Hofmann und Lisa Wich noch eine Saison dranhängen werden. Man darf gespannt sein, wohin der Weg des SV Weinberg führt.

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