Rund 150 Menschen haben in Lehrberg an die Opfer der Gasexplosion vor 20 Jahren am Marktplatz erinnert. Zu der Veranstaltung im Feuerwehrhaus gehörten eine Andacht mit Pfarrerin Helen Karch, eine Ansprache von Bürgermeisterin Renate Hans und Informationen von Werner Tischer, dem damaligen Kommandanten der Lehrberger Feuerwehr.
In seinem betont sachlichen Rückblick fasste er die Ereignisse am 22. September 2006 zusammen. „Dies ist auch wichtig als Information für die jüngeren Aktiven der Wehren“, so der 69-Jährige. Mit zahlreichen Fotos zeichnete er das Geschehen am Marktplatz nach. Zwischen einer Bäckerei und einer Gastwirtschaft war durch den Fehler eines Monteurs kurz vor 7.45 Uhr Flüssiggas aus einem unterirdischen Tank freigeworden.
Was genau geschehen war, sei für die ersten Feuerwehrleute nicht erkennbar gewesen. Der erste Trupp habe nach dem Alarm um 7.45 Uhr versucht, mit Wasser das Gas niederzuschlagen. Als das nicht gelang, sollte aus dem Feuerwehrhaus ein Fahrzeug mit einem Hochleistungslüfter geholt werden, um das Gas-Luft-Gemisch zu verwirbeln. „Doch aus dem Tank ist das Gas mit unheimlichem Druck ausgeströmt“, schilderte Tischer die Situation. Die Meldung, dass das Ventil abgerissen ist, kam um 7.58 Uhr und löste einen Großalarm aus.
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