Sportliches, Kreatives und Wissenswertes: Mit dem Schulbeginn ist die Ferienpass-Aktion der Stadt Ansbach zu Ende gegangen. Das heißt: So ganz vorbei ist sie noch nicht. Dennoch blickt die Kommunale Jugendarbeit auf eine erfolgreiche 46. Saison. Dies hat nicht allein mit der Zahl der verkauften Ferienpässe zu tun.
„Wir waren ausverkauft“, stellt Stadtjugendpfleger Udo Seidel fest. Alle 850 aufgelegten Ferienpässe seien weg. Die letzten Exemplare habe die Kommunale Jugendarbeit in der zweiten Ferienwoche abgegeben. Da konnte man vielleicht nicht mehr alle Veranstaltungswünsche erfüllen, aber es bestand immer noch ein vielfältiges Angebot, wie Thomas Bunk, Mitarbeiter in der Kommunalen Jugendarbeit, erklärt.
Auch sonst konnten Mädchen und Jungen bei stark nachgefragten Programmpunkten angesichts limitierter Teilnehmerzahlen das Nachsehen haben. Allerdings: „Es gab genügend für alle“, sagt Bunk.
255 Veranstaltungen fanden letztlich statt, wie Udo Seidel deutlich macht. Voriges Jahr waren es 226. Der Zuwachs „kam dadurch zustande, dass wir noch im verstärkteren Maße als sonst Zusatzveranstaltungen angeboten haben, weil die Nachfrage entsprechend da war“, hebt der Stadtjugendpfleger hervor.
23 Programmpunkte seien auf diese Weise zum Ferienpass-Angebot hinzugekommen. Ein großer Teil davon sei auf Termine der Künstlerin Sissi Jander entfallen. Ernsthafte Unfälle gab es in dieser Saison nicht, wie Udo Seidel darlegt.
Rund 50 Mädchen und Jungen waren zum Beispiel fürs Planspiel „Mister X“ in Nürnberg angemeldet. Es lief zum ersten Mal seit der Corona-Krise wieder. Viele interessierten sich überdies für die Radtour zum US-Standort in den Ortsteil Katterbach, wie Udo Seidel schildert. Sie sei wegen Regen ausgefallen.
Die Jugendarbeit bemühe sich jedoch, diesen Programmpunkt nächstes Jahr wieder einzutakten – auch nach Rücksprache mit dem zuständigen Referenten Holger Nießlein. Denn: „Es gab auch Beschwerden über diese Veranstaltung“ aus der Bürgerschaft, schon 2022.
Man versuche, dieses Thema wertfrei darzustellen und das Leben der amerikanischen Familien und Bediensteten zu zeigen. „Aber es ist natürlich ein Militärflughafen, nicht Disneyland.“ Dies lasse sich nicht verheimlichen.
Eine beliebte Veranstaltung läuft erst in den Herbstferien: eine Tagesfahrt ins Legoland Deutschland am Donnerstag, 2. November. „Wir chartern einen zweiten Bus, um da auch noch die lange Warteliste etwas befrieden zu können“, kündigt Udo Seidel mit Blick darauf an.
Neben drei hauptamtlichen Kräften der Kommunalen Jugendarbeit kümmerten sich in dieser Saison etwa 30 ehrenamtliche Helfer sowie ungefähr 70 Übungsleiter und Referenten um die Mädchen und Jungen. Anbieter waren neben der Kommunalen Jugendarbeit selbst noch um die 70 Vereine, Organisationen, Firmen und Einzelpersonen.
Thomas Bunk nennt einen Punkt, der vielleicht Teil des Ferienpass-Erfolgsgeschichte sei: dass „wir noch ein bisschen Geld ausgeben dürfen“, etwa für den Busverkehr. Die Stadt stellt gemäß den Angaben der Verantwortlichen jedes Jahr einen niedrigen fünfstelligen Betrag bereit. Hinzu kämen die Einnahmen aus dem Verkauf und eventuelle Teilnehmerbeiträge. 2023 sei jedoch noch nicht völlig abgerechnet.
Dieses Jahr kostete der Pass zwölf statt bisher zehn Euro. Amtsleiterin Sandra Kilian hofft für die Zukunft, dass man „nicht arg viel mehr erhöhen“ müsse. Das Alter für den Ferienpass reicht von sechs bis 17 Jahren. Ältere Mädchen und Jungen besorgen sich ihn oft vor allem wegen des Gratiseintritts im Freibad in den Sommerferien und gegebenenfalls für vergünstigte Eintritte – von Museum bis Freizeitpark.