Zeilfurtsbrücke bei Obernzenn ist freigegeben: Keine Umwege mehr | FLZ.de

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Veröffentlicht am 30.07.2024 09:30

Zeilfurtsbrücke bei Obernzenn ist freigegeben: Keine Umwege mehr

Der Ersatzneubau der Zeilfurtsbrücke ist nun offiziell eröffnet worden. Das Band haben durchgeschnitten (von links) Egon Gilch von der ausführenden Baufirma, Bürgermeister Reiner Hufnagel, Landrat Dr. Christian von Dobschütz und Stefanie Stahl vom Ingenieurbüro für Umwelt- und Tiefbautechnik. (Foto: Yvonne Neckermann)
Der Ersatzneubau der Zeilfurtsbrücke ist nun offiziell eröffnet worden. Das Band haben durchgeschnitten (von links) Egon Gilch von der ausführenden Baufirma, Bürgermeister Reiner Hufnagel, Landrat Dr. Christian von Dobschütz und Stefanie Stahl vom Ingenieurbüro für Umwelt- und Tiefbautechnik. (Foto: Yvonne Neckermann)
Der Ersatzneubau der Zeilfurtsbrücke ist nun offiziell eröffnet worden. Das Band haben durchgeschnitten (von links) Egon Gilch von der ausführenden Baufirma, Bürgermeister Reiner Hufnagel, Landrat Dr. Christian von Dobschütz und Stefanie Stahl vom Ingenieurbüro für Umwelt- und Tiefbautechnik. (Foto: Yvonne Neckermann)

Seit der Zerstörung der Zeilfurtsbrücke durch das Hochwasser im Sommer 2021 war der Flurbereinigungsweg nördlich der Staatsstraße zwischen Buch und Unteraltenbernheim gesperrt, jetzt wurde der Ersatzneubau offiziell wieder für den Verkehr freigegeben. 680.000 Euro hat das Bauwerk gekostet.

Davon kamen 100 Prozent aus dem Programm zur Wiederherstellung der Infrastruktur des Freistaats. Der Unteraltenbernheimer Günter Reichl erinnerte sich noch gut an den Tag im Juli vor drei Jahren, als er den Schaden an der Brücke über die Zenn entdeckte. „Einer der Pfeiler auf der Westseite war von den Wassermassen weggeschwemmt worden“, berichtete er.

Das habe er damals sofort bei der Gemeinde gemeldet, welche die Zeilfurtsbrücke daraufhin für den Verkehr sperrte. „Wenn jemand mit dem Traktor darübergefahren wäre, hätte das sicherlich ein schlimmes Unglück gegeben“, meinte er.

Landwirte atmen auf

Reichl, der eine Holzwirtschaft betreibt und oft zu seinen Flächen oberhalb von Unteraltenbernheim fährt, sowie die Landwirte, die Äcker nahe des Flusses bewirtschaften, mussten daraufhin lästige Umwege in Kauf nehmen. „Was ich dadurch in den vergangenen Jahren an zusätzlichen Kilometern gefahren bin, kann ich gar nicht mehr ausrechnen“, sagte Reichl.

Demnach ist er nun froh, dass damit jetzt Schluss ist. Die Freude teilten bei der offiziellen Verkehrsfreigabe auch Bürgermeister Reiner Hufnagel, Landrat Dr. Christian von Dobschütz, viele Vertreterinnen und Vertreter des Obernzenner Marktgemeinderats sowie Bürgerinnen und Bürger.

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Die Gemeinde hätte es nicht zahlen können

„Wir als Marktgemeinde hätten es uns nicht leisten können, die Brücke wiederaufzubauen“, erläuterte Hufnagel. Für das Förderprogramm sei er daher sehr dankbar. „Nachdem ein Vertreter der Regierung von Mittelfranken bei der Bürgermeisterdienstversammlung darüber informiert hatte, war klar, dass die Zeilfurtsbrücke gute Chancen auf eine Förderung hat.“

Im ersten Moment denke man vielleicht: „Drei Jahre sind aber ganz schön lang, um eine Brücke zu bauen.“ Das sei aber nicht die reine Bauzeit gewesen. Vielmehr hätten die Vorarbeiten und nötigen Untersuchungen erst einmal eine gewisse Zeit in Anspruch genommen. „Zunächst musste geprüft und bestätigt werden, dass es sich an der Zeilfurtsbrücke tatsächlich um einen Hochwasserschaden handelt.“

Einige Gutachten waren notwendig

„Nötig waren außerdem unter anderem eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung und geologische Gutachten.“ Daraufhin habe man auf das Vorkommen von Bachmuscheln und Fledermäusen Rücksicht nehmen müssen. Im September 2023 war schließlich mit dem Bau begonnen worden, so der Bürgermeister.

„Wir alle haben die Bilder des Hochwassers 2021 noch vor Augen. Das war eine Extremsituation“, sagte Landrat Christian von Dobschütz, der seinen ersten offiziellen Termin in dieser Funktion in Obernzenn absolvierte. „Gut, dass die Infrastruktur an den meisten Stellen wieder hergerichtet ist.“ Nun gehe es darum, den Landkreis auf zukünftige Ereignisse dieser Art entsprechend vorzubereiten und unter anderem zu ermitteln, wo die Gefahrenpunkte liegen. Von Dobschütz kommentierte: „Dies treibt mich auch ganz persönlich um.“ Schließlich habe man vor drei Jahren auch um Leib und Leben der Landkreisbewohnerinnen und Landkreisbewohner bangen müssen.

Der Ersatzneubau der Brücke sei unter anderem für die Erreichbarkeit der landwirtschaftlichen Flächen und den Radwegeverkehr von Bedeutung. „Demnach wünsche ich allzeit gute Fahrt!“


Von Yvonne Neckermann
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