Veröffentlicht am 17.05.2022 21:09

Wolodymyr Selenskyj: Das Kino sollte nicht schweigen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist per Video zugeschaltet. (Foto: Vianney Le Caer/Invision/AP/dpa)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist per Video zugeschaltet. (Foto: Vianney Le Caer/Invision/AP/dpa)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist per Video zugeschaltet. (Foto: Vianney Le Caer/Invision/AP/dpa)

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich am Dienstagabend per Videoschalte an die Gäste des Filmfestivals in Cannes gewandt.

In einer Rede während der Eröffnungszeremonie zog er einen Vergleich zu Charlie Chaplins Film „Der große Diktator“, um das Kino dazu aufzurufen, angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine nicht „zu schweigen“.

„Jeden Tag sterben Hunderte von Menschen“, sagte Selenskyj. „Sie werden nach dem Schlussapplaus nicht wieder aufstehen.“ Er fragte: „Wird das Kino schweigen oder darüber reden? Wenn es einen Diktator gibt, wenn es einen Freiheitskrieg gibt, hängt alles wieder von unserem Zusammenhalt ab. (...) Wir brauchen einen neuen Chaplin, der beweist, dass das Kino heutzutage nicht schweigt.“

Anschließend eröffnete die Schauspielerin Julianne Moore offiziell die Filmfestspiele, und der Eröffnungsfilm „Coupez!“ wurde gezeigt.

© dpa-infocom, dpa:220517-99-328844/3

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