Wenn die Sonne vom Himmel brennt und die Temperaturen immer weiter in die Höhe klettern, dann ist eine Abkühlung sehr willkommen. Sich in abgedunkelten Räumen zu verschanzen, ist nicht nötig, denn auch in Westmittelfranken gibt es Orte, an denen sich frische Luft und schützender Schatten kombinieren lassen.
Im Ansbacher Hofgarten regiert vor der Orangerie die Sonne über die nach historischen Vorbildern bepflanzten Blumenrabatten. Doch ein paar Schritte weiter wird es kühl. Markgräfin Christiane Charlotte von Brandenburg-Ansbach sei Dank. Sie ließ vor gut 300 Jahren eine doppelte Lindenallee anlegen. Zunächst wurden die vier Baumreihen immer wieder gestutzt, dann durften sie wachsen. Die fast 550 Meter lange zentrale Allee bietet viel Schatten, Bänke und am Ende einen roten Pavillon. Picknickplätze fürs Volk gibt es reichlich.
Übrigens: Für Ansbach existiert zudem eine „Karte der kühlen Orte“.
Auf dem Wasserspielplatz in Reinhardshofen bei Gutenstetten (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) kann es sich die gesamte Familie gut gehen lassen. Rutschen, Karussellfahren und vieles mehr ist hier möglich. An einem integrierten Wasserbecken und dem dazugehörigen Spielgerät lässt es sich an warmen Tagen aushalten. Seit 2025 lädt auch ein Piratenschiff zum Toben ein.
Badeseen und Freibäder gibt es viele. Das Wörnitz-Flussbad in Wassertrüdingen sticht aber heraus. Es befindet sich direkt an der Wörnitz auf der Verbindungsstraße Wassertrüdingen-Reichenbach.
Auch in einer lagunenartigen Flachwasserzone kann sich abgekühlt werden, schreibt das Romantische Franken auf seiner Internetseite. Mit einer Wasserrutsche, einem Kinderschlammbereich, einem Spielplatz und einem Volleyballfeld kommen Groß und Klein voll auf ihre Kosten. Geöffnet hat das Flussbad von 10 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Im Eingangsbereich ist zudem eine Kneipp-Anlage zu finden.
Im Bäckerholz Markt Erlbach ist ein Naturlehrpfad zu finden. Auf gut zwei Kilometern erwarten Besucherinnen und Besucher zahlreiche Schilder und mehrere interaktive Stationen. Am „Hörrohr” die Sinne schärfen, an Lernstationen etwas über die Natur erfahren: Hier gibt es für Familien unterhaltsame Aktivitäten. Die Strecke ist kinderwagentauglich. Und der Clou: Der Pfad ist komplett im Wald und daher gut vor Hitze geschützt. Direkt neben ihm können mutige Kinder den Drachenschatz im Feuerbachtal entdecken. Ausgeschildert am südlichen Ortsrand an der Ansbacher Straße.
Die dicken, alten Mauern von Kirchen sorgen für eine angenehme Kühle. Zahlreiche schöne Exemplare finden sich in Westmittelfranken. Eines davon steht in Rothenburg: die evangelisch-lutherische Stadtpfarrkirche St. Jakob mit ihren Kunstschätzen, die am Schnittpunkt von Klingengasse und Klostergasse liegt. Die Öffnungszeiten finden sich auf der Homepage der Kirche. Regelmäßig werden auch verschiedene Führungen angeboten.
Nach einem Spaziergang durch den Luitpoldpark in Neustadt/Aisch, kommt eine Abkühlung recht: Eine gesunde Erfrischung bietet die dortige Kneippanlage. In dem idyllisch gelegenen Park lässt sich ganz entspannt beim Wassertreten der Kreislauf anregen und dabei die Durchblutung stärken. Und danach? Lässt es sich auf einer der vielen Sitzgelegenheiten rasten und die Füße trocknen.
Wer mehrere Tage unterwegs sein will oder verschiedene Städte erkunden will, kann den Fränkischen WasserRadweg befahren. Er führt als Rundtour mit zwei Querverbindungen durch drei abwechslungsreiche Urlaubsregionen: Fränkisches Seenland, Romantisches Franken und Naturpark Altmühltal. Beim Radeln selbst kommen viele bei der Hitze wohl ins Schwitzen, doch unterwegs bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zur Abkühlung. Die insgesamt rund 460 Kilometer lange Strecke verläuft weitgehend steigungsfrei am Fluss- und Seeufer. Weitere Informationen gibt es unter der Homepage.
Wichtig bei der Hitze ist zudem viel Trinken. In vielen Gemeinden stehen Trinkwasserbrunnen bereit. Wo welche zu finden sind, ist beispielsweise über eine Trinkwasserkarte zu erfahren.