Schon wieder zwei Jahre herum? Noch lange nicht. Der Fränkische Sommer meldet sich ausnahmsweise zurück. Ein volles Programm bietet er aber erst 2027 wieder. Das Musikfestival, hinter dem der Bezirk Mittelfranken steht, veranstaltet in seinem Pausenjahr zum ersten Mal zwei Konzerte. Am Sonntag, 17. Mai, gleich eine „Kubanische Nacht”.
Franziska Hölscher, die künstlerische Leiterin des Fränkischen Sommers, freut sich, dass ihr Team und sie es geschafft haben, im Zwischenjahr des Musikfestivals „zwei Konzerte auf die Beine zu stellen”. Ihr Anliegen war es, „eine Brücke zu bauen”, denn die Zeitspanne, in der nichts laufe, sei mit eindreiviertel Jahren doch recht lang.
Das Problem: „Wir haben im Prinzip für diese Zwischenjahre keine Gelder zur Verfügung”, erläutert Franziska Hölscher. „Wir müssen also schauen, woher wir sie anderweitig bekommen.“ Das Konzert, das am 17. Mai im Kur- und Kongress-Center Bad Windsheim stattfindet und um 19 Uhr beginnt, gehört noch zum Programm 2025. Es ist ein Nachholangebot für ein Konzert mit anderer Besetzung, das abgesagt wurde.
Hölschers Absicht bei der „Kubanischen Nacht” war, ein Konzert anzubieten, „das höchsten Qualitätsanspruch mit einem leichteren Zugang zur klassischen Musik verbindet“. Dass das Sarah Willis, die Hornistin bei den Berliner Philharmonikern ist, und ihrem Ensemble, der Sarahbanda, gelingt, davon ist Franziska Hölscher überzeugt: „Sie spielen alles von Mozart-Paraphrasierungen bis zur kubanischen Salsa. Wir werden einen elektrisierenden, mitreißenden Abend voller Lebensfreude in Bad Windsheim erleben.“
Das zweite Konzert außerhalb des Zwei-Jahres-Turnus plant die künstlerische Leiterin für Ende November, wenn sie das kommende Programm in Erlangen vorstellt. „Wir wollen dort einen Auftakt bieten: nachmittags das Programm der Saison 2027 vorstellen, und abends ein stimmungsvolles Adventskonzert erleben.” Auftreten werden die „Königin der Blockflöte“, Dorothee Oberlinger, und der Bariton Benjamin Appl, der seine Karriere als Regensburger Domspatz begann. Den Geigenpart übernimmt Franziska Hölscher.
Trotz steigender Kosten sollen die Karten im nächsten Jahr erschwinglich bleiben. An dieser Linie hält Hölscher fest: „Wir versuchen, die Konzertbesuche auch jenen Menschen zu ermöglichen, die nicht diesen privilegierten finanziellen Hintergrund haben. Wir wollen alle Menschen ansprechen.”
Den Eindruck, dass ihr Konzept ankommt und Vertrauen beim Publikum entstanden ist, hat Franziska Hölscher nach zwei Festivaljahrgängen: „Die Leute wissen inzwischen, dass wir höchste Qualität, verbunden mit unverwechselbaren, frischen Konzepten, nach Mittelfranken bringen.” Das spiegele sich auch in den Zuschauerzahlen wider. „Wir hatten eine Steigerung im Verhältnis zu 2023.” Insgesamt zählte der Bezirk Mittelfranken 4653 Gäste beim Fränkischen Sommer 2025, wobei das Nachholkonzert am 17. Mai noch nicht eingerechnet ist.