Wie Weidenbach Stück für Stück aufgewertet wurde | FLZ.de

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Veröffentlicht am 17.10.2024 18:50

Wie Weidenbach Stück für Stück aufgewertet wurde

Das neue Abschlussdenkmal macht den Festplatz in Weidenbach noch schöner. (Foto: Erich Kraus)
Das neue Abschlussdenkmal macht den Festplatz in Weidenbach noch schöner. (Foto: Erich Kraus)
Das neue Abschlussdenkmal macht den Festplatz in Weidenbach noch schöner. (Foto: Erich Kraus)

Beim Abschlussfest auf dem Festplatz mitten im Herzen der Marktgemeinde Weidenbach sind die Dokumentationen zur Dorferneuerung weggegangen wie warme Semmeln.

Die Broschüre mit jeder Menge Bildern zeigt sehr anschaulich, was sich in Weidenbach und seinen Ortsteilen während der vergangenen 24 Jahre alles getan hat. Neue Gemeinschaftseinrichtungen und Treffpunkte bringen wieder mehr Schwung ins gesellschaftliche Leben, neugestaltete Straßenräume sorgen für mehr Sicherheit und private Bauherren nahmen ihre Häuserfassaden und Höfe in Angriff und sanierten sie.

Abschluss-Denkmal ziert den Festplatz

Herzstück ist die neue Mitte – eingerahmt von Bürgerhaus, Schule, Kirche, Kindergarten, Brotbackhaus und Seniorenheim –, die nun noch sehenswerter ist: Ein Abschluss-Denkmal ziert den Festplatz. Der Künstler Peter Luther hat das meterhohe Windspiel geschaffen, in dem alle Ortsteile von Weidenbach verewigt sind. Die Kosten: 28.000 Euro. Das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken fördert das Denkmal mit 50 Prozent.

„Die Aufwertungen sind attraktiv für Jung und Alt – sie tragen dazu bei, dass Bürger bleiben und investieren und dass Neubürger und Touristen kommen“, so Landrat Dr. Jürgen Ludwig beim Abschlussfest. „Der soziale Zusammenhalt ist Grundlage und Ergebnis der Dorferneuerung.“

Willi Albrecht war von Anfang an dabei

Bürgermeister Willi Albrecht dankte allen Einwohnerinnen und Einwohnern für ihr jahrelanges Engagement, das schon während der Arbeitskreise Ende der 1990er Jahre begann. Die Teilnehmer ermittelten damals die Stärken und Schwächen der Marktgemeinde und diskutierten erste Ideen. Willi Albrecht war von Anfang an dabei – die Teilnahme in den Arbeitskreisen sei der Beginn seiner politischen Karriere im Jahr 1998 gewesen, stellte der Rathauschef fest.

Ebenfalls ein Urgestein in Weidenbach ist Werner Heindl vom Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken, der seit 20 Jahren Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft ist. Auch er lobte das große Miteinander. „Das ist der Garant für den Erfolg, den man spüren, aber nur bedingt messen kann. Ich arbeite mit vielen Gemeinden zusammen, aber in Weidenbach war immer Zug drin“, so Werner Heindl. „Geben Sie diesen Gemeinschaftsgeist an unsere Jugend weiter, dann wird mir nicht bang um die Zukunft“, so der Vorsitzende in Richtung der Hunderten von Besucherinnen und Besuchern auf dem Festplatz.

Videobotschaft der Landwirtschaftsministerin

In der Marktgemeinde sei so ziemlich alles gemacht worden, was in einer Dorferneuerung möglich sei, stellte Wolfgang Neukirchner, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Mittelfranken, fest: unter anderem Bodenordnung, Innenentwicklung, Verbesserung der Biodiversität durch zahlreiche Grünflächen, Maßnahmen für Freizeit und Erholung, Bürgerbeteiligung, Verbesserung der Infrastruktur oder die Schaffung von Dorfgemeinschaftshäusern. Das diene dem Ziel, für gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land zu sorgen und lebenswerte ländliche Räume zu erhalten.

Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster unterstrich die gute, enge Zusammenarbeit seit Jahrzehnten zwischen der Gemeindeverwaltung von Weidenbach, der Verwaltung der Landwirtschaftlichen Lehranstalten und der Bezirksverwaltung. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hatte eine Videobotschaft für Weidenbach aufgenommen. Auch sie bedankte sich fürs jahrzehntelange Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Nur mit diesem Engagement sei eine erfolgreiche Dorferneuerung möglich – Fördergelder allein schafften das nicht, so die Ministerin im Video.


Von Diane Mayer
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