Drei Wochen nach der Verurteilung eines Mannes zu lebenslanger Haft wegen Mordes an einer dreifachen Mutter aus Augsburg hat die Kripo in dem Fall einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Der 55-Jährige soll die Tatwaffe illegal besessen und weiterverkauft haben, wie die Polizei berichtete. Außerdem soll er in dem Prozess vor dem Landgericht Augsburg gelogen und versucht haben, Zeugen zu beeinflussen. Der Mann befinde sich nun in Untersuchungshaft.
Mitte Juni hatte das Gericht einen 30-Jährigen verurteilt, der die Frau im Mai 2025 in ihrer Wohnung mit vier Kopfschüssen quasi hingerichtet haben soll. Zwei der drei kleinen Kinder der 30 Jahre alten Mutter waren zu Hause und mussten das schreckliche Geschehen miterleben. Die Verteidiger des angeklagten Deutschen hatten Freispruch gefordert. Sie wollen das Urteil in einem Revisionsverfahren am Bundesgerichtshof anfechten.
Die Strafkammer ging davon aus, dass es sich um einen Auftragsmord handelt. Die Richter glauben, dass der ehemalige Freund der Frau das Verbrechen aus Eifersucht veranlasst hat. Der 43 Jahre alte Ex-Partner habe die Pistole und Munition besorgt und dem Angeklagten 1.000 Euro Belohnung für das Verbrechen gegeben, sagte der Vorsitzende Richter. Der verurteilte Angeklagte ist der Ziehsohn des 43-Jährigen aus einer früheren Beziehung.
Das Opfer hatte sich wenige Wochen vor der Tat von dem 43-Jährigen nach mehrjähriger Beziehung getrennt. In dem Prozess vor dem Landgericht verdichteten sich die Hinweise, dass die Bluttat beauftragt worden sein könnte. Deswegen wurde der 43-Jährige im Laufe des Gerichtsverfahrens ebenfalls festgenommen. Er sitzt wegen des Verdachts der Anstiftung zum Mord in Untersuchungshaft. Sollte er entsprechend angeklagt werden, droht ihm wie dem mutmaßlichen Haupttäter eine lebenslange Haftstrafe.
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