Wann gibt es wieder Termine im MVZ Lungenheilkunde in Ansbach? | FLZ.de

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Wann gibt es wieder Termine im MVZ Lungenheilkunde in Ansbach?

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Lungenheilkunde in Ansbach muss künftig ohne Dr. Dirk Selbig auskommen.  (Archivbild: Angelika Salomon)
Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Lungenheilkunde in Ansbach muss künftig ohne Dr. Dirk Selbig auskommen. (Archivbild: Angelika Salomon)
Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Lungenheilkunde in Ansbach muss künftig ohne Dr. Dirk Selbig auskommen. (Archivbild: Angelika Salomon)

Das Facharztzentrum für Lungenheilkunde im Diakoneo MVZ Ansbach verliert einen erfahrenen Pneumologen. Das Sozialunternehmen bestätigte auf Anfrage der FLZ, dass Dr. Dirk Selbig zum Jahresende das Medizinische Versorgungszentrum verlässt.

Der Arzt habe erklärt, dass es sich um eine persönliche Entscheidung handle, informierte Diakoneo-Pressesprecher Oliver Heieck weiter. Patientinnen und Patienten hatten sich bei der Redaktion der FLZ beklagt, dass sie wegen des Weggangs von Dr. Selbig in den nächsten Monaten keine Termine mehr in diesem MVZ bekommen würden.

An einer Zwischenlösung wird gearbeitet

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, nach dem Ausscheiden von Dr. Selbig eine Interimslösung anzubieten, um Patienten zu versorgen und Termine bereitzustellen”, heißt es in der Stellungnahme der Pressestelle dazu. Man sei zuversichtlich, „sehr zeitnah” wieder Termine anbieten zu können.

Man bedauere den Weggang des Mediziners und werde seine Position neu besetzen. Nach den Diakoneo vorliegenden Informationen werde er in der Region bleiben. Deshalb geht das Sozialunternehmen davon aus, dass es auch in der neuen Konstellation bei einer „guten persönlichen und fachlichen Zusammenarbeit” bleiben werde. Man führe bereits „sehr konkrete Gespräche für die Nachbesetzung”. Zudem vertraue man auf die umfassende fachärztliche Kompetenz in der Rangauklinik, die hier unterstützen könne.

Das MVZ sei und bleibe jedenfalls ein wichtiger Zuweiser von Patientinnen und Patienten für die Rangauklinik. Darüber hinaus arbeite man eng mit allen niedergelassenen Pneumologen in der Region zusammen und insbesondere auch mit allen regionalen Kliniken zusammen, für die Reha auch überregional.

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Externe Berater unterstützten

Die Rangauklinik will Diakoneo in eigener Regie weiterführen. Die Gespräche über einen Verkauf seien beendet worden, hatte der Sozialkonzern schon vor einigen Tagen mitgeteilt. Von einem Scheitern der Gespräche könne nicht die Rede sein. Vielmehr habe man sich bewusst dafür entschieden, die Rangauklinik in eigener Trägerschaft fortzuführen.

Das Konzept dafür beruhe weitgehend auf Ideen der Klinikleitung der Rangauklinik und werde vom Vorstand unterstützt. „Daneben haben wir auch externe Unterstützung von fachkundigen Beratern hinzugezogen, um die Konzepte zu validieren”, schrieb Pressesprecher Heieck. Nach sorgfältiger Bewertung aller Optionen sei man der Überzeugung, dass die Fortführung der Rangauklinik in eigener Trägerschaft zusammen mit dem Gesundheitszentrum „sehr gute Zukunftsperspektiven” biete und die beste Option sei.

Die Rangauklinik sei keine allgemeine Klinik der Grund- und Regelversorgung, sondern eine „sehr spezifische Fachklinik”. Obwohl es bei Diakoneo kein überörtliches Gesundheitsmanagement mehr gibt, habe man die „Grundkompetenzen” im Haus und werde diese bei Bedarf spezifisch ergänzen. Dies könne jedoch sehr fokussiert erfolgen.

Kaufmännischer Vorstand trägt die Verantwortung

Diakoneo hat bereits das Diak-Klinikum in Schwäbisch Hall verkauft. Für die Klinik Schwabach wurde Insolvenz angemeldet, sodass im Krankenhausbereich momentan neben der Rangauklinik nur noch die Nürnberger Klinik Hallerwiese/Cnopfsche Kinderklinik unter dem Dach von Diakoneo verblieben ist. Über den Verkauf der Nürnberger Klinik wird schon seit langer Zeit mit der Stadt und deren Klinikum verhandelt.

Ein eigenes Vorstandsmitglied für den Gesundheitsbereich gibt es nicht mehr. Verantwortlich dafür zeichnet nun nach den Informationen der Pressestelle der kaufmännische Vorstand Michael Krach. Er verfüge über langjährige Erfahrung in der Führung von Medizinischen Versorgungszentren und Rehabilitationskliniken.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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