Revierinhaber Hans Staimer und Egon Beer boten eine zweistündige Waldbegehung im Bereich Matzmannsdorf an. Gut zwei Dutzend interessierte Naturliebhaber vom Kleinkind bis zum Altsitzer nahmen die Gelegenheit wahr, den heimischen Wald und die örtliche Flur besser kennenzulernen.
Außer Bürgermeister Simon Schäffler bedankten sich Jagdvorsteher Thomas Schaffner, sein Stellvertreter Daniel Kolb und „Wegebaumeister“ Gerd Riedel als Beisitzer für die Einladung.
Unter der Führung des Jagdpächters Hans Staimer startete die Gruppe zwischen der Großen und der Kleinen Röthe hindurch in Richtung Burk. Auf dem Weg zur Gemarkungsgrenze der beiden Gemeinden und damit auch der benachbarten Reviere verdeutlichte Staimer den Unterschied bei der Naturverjüngung an den Beispielen eines reinen Fichtenbestands im Gegensatz zu einem mit Licht durchfluteten Buchenwald.
Über eine steile Anhöhe erreichten die Jagdgenossen den Panoramaweg bei Schlierberg mit dem unverstellten Blick auf den Hesselberg. Auch das „Dreiländereck“ Burk-Beyerberg-Langfurth wurde mit Interesse wahrgenommen. Nach einem Blick auf die Naturgrenze der Steinschlucht „Krampakehl“ ging es weiter zum Staatswald, in dessen Naturschutzgebiet Abertausende von Buchen aufwachsen, sodass auch ein eventueller Verbiss von einigen dieser Pflanzen tragbar sei, so der Waidmann. Staunend betrachtete die Gruppe einen sogenannten Spechtbaum sowie die sich auf Totholz ausbreitenden Pilze.
Stamer erinnerte die Teilnehmer daran, dass ein Bestand der Nadelhölzer wie Kiefer und Fichte bereits nach durchschnittlich 80 Jahren schlagreif sei, während es bei den Laubbaumarten wie Eiche und Buche weit über 100 Jahre dauere.
Mit einem Exkurs über die Geschichte von Matzmannsdorf informierte Staimer über den 1732 von Forndorf aus verwalteten Ort mit 13 Anwesen, ehe dieser 1797 dem Kammeramt Wassertrüdingen zugeschlagen wurde. 1809 sei Matzmannsdorf nach einem Erlass von König Maximilian I. dem Steuerdistrikt der Ruralgemeinde Oberkemmathen zugeordnet worden. Am 11. November 1968 erfolgte schließlich die Umbenennung zur heutigen Gemeinde Langfurth.
Bei der sich anschließenden Einkehr im Dorfgemeinschaftshaus in Matzmannsdorf wurden bei einer Verköstigung durch Jagdgenossenschaft und Pächter die gewonnenen Eindrücke und Informationen im Gespräch weiter vertieft.