Wärmepumpe und Co.: Wenn Rohre zur Gefahr für Igel werden | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.08.2026 14:01

Wärmepumpe und Co.: Wenn Rohre zur Gefahr für Igel werden

Schutz für Igel & Co.: Weil die kleinen Tiere gern mal in Rohre tapsen, sollte man Vorkehrungen dagegen treffen. (Foto: Armin Weigel/dpa/dpa-tmn)
Schutz für Igel & Co.: Weil die kleinen Tiere gern mal in Rohre tapsen, sollte man Vorkehrungen dagegen treffen. (Foto: Armin Weigel/dpa/dpa-tmn)
Schutz für Igel & Co.: Weil die kleinen Tiere gern mal in Rohre tapsen, sollte man Vorkehrungen dagegen treffen. (Foto: Armin Weigel/dpa/dpa-tmn)

Sie haben eine Wärmepumpe? Dann sollten Sie Igeln und anderen kleinen Tieren in Ihrem Garten zuliebe einmal einen Blick auf den Kondenswasserablauf der Außeneinheit werfen. Denn bei den Geräten mancher Hersteller wird dem Verband Privater Bauherren (VPB) zufolge das Kondenswasser über einen kleinen Schlauch abgeleitet, der in einem Kanalgrundrohr (KG) endet. 

Das mögliche Problem: „Ist solch ein hochkant eingebautes KG-Rohr nicht abgedeckt, können kleine Tiere hineinfallen und schaffen es oft nicht wieder heraus“, erklärt Norman-Marcel Dietz vom VPB-Regionalbüro Hildesheim.

Rohre abdecken

Um das zu verhindern, rät er zu einer passenden Abdeckung mit Verbindungsstück, die die Grundleitung schließt, aber die Ableitung des Kondensats weiter zulässt. Suchen kann man auch nach einer sogenannten Reduziermuffe. Sie sorgt dafür, dass die Öffnung des Rohrs nicht größer ausfällt als der eingeführte Schlauch, Tiere also nicht mehr ins Rohr gelangen können. 

Die meist orangefarbenen oder grünen Kanalgrundrohre werden allgemein eingesetzt, um Regen und Abwasser im Erdreich bis zur Kanalisation zu leiten. Auch wenn man keine Wärmepumpe mit Außenschlauch hat, sollte man kleinen Tieren zuliebe einmal prüfen, ob es auf dem Grundstück offene Zugänge zu den Rohren gibt - und sie im Fall der Fälle abdecken. 

Letzteres ist übrigens auch dann sinnvoll, wenn die Rohre waagerecht verlaufen. Der Grund: Nicht alle Tiere können rückwärtslaufen - sie kommen also im Zweifel nicht mehr aus dem Rohr heraus, in das sie einmal hinein gekrabbelt sind.

Lichtschächte sichern

Offene Rohre sind nicht die einzige Gefahr für Igel und Co. im Garten. Für die Tiere können auch Kellerlichtschächte ohne Gitterroste oder andere Abdeckung zur Falle werden. 

Kleine Ausstiegshilfen wie ein Ziegelstein können hier hilfreich sein. „Besser ist eine geschlossene, transparente Abdeckung, die im Gefälle verlegt ebenfalls hilft, den Eintrag von Niederschlagswasser in den Kellerlichtschacht zu reduzieren“, empfiehlt Dietz.

© dpa-infocom, dpa:260820-930-557919/1


Von dpa
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