Volleyballerinnen des TSV Ansbach stürzen den nächsten Spitzenreiter | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.12.2024 20:05

Volleyballerinnen des TSV Ansbach stürzen den nächsten Spitzenreiter

Jubel bei den TSV-Volleyballerinnen, von links: Thea Jüttner, Dominika Schäfer (verdeckt), Nina Hoefer, Anja Scherb, Ina Baumann und Amelie Sommer. (Foto: Martin Rügner)
Jubel bei den TSV-Volleyballerinnen, von links: Thea Jüttner, Dominika Schäfer (verdeckt), Nina Hoefer, Anja Scherb, Ina Baumann und Amelie Sommer. (Foto: Martin Rügner)
Jubel bei den TSV-Volleyballerinnen, von links: Thea Jüttner, Dominika Schäfer (verdeckt), Nina Hoefer, Anja Scherb, Ina Baumann und Amelie Sommer. (Foto: Martin Rügner)

Allen personellen Widrigkeiten zum Trotz stürzten die Volleyballerinnen des TSV Ansbach mit dem 3:2-Sieg gegen die DJK SB München-Ost II zum zweiten Mal in Folge den Spitzenreiter der Regionalliga Süd-Ost. Nach 1:2-Satzrückstand zeigte das dezimierte Team eine beeindruckende Spielstärke und Moral.

Bereits in der Woche zuvor hatte das Team von Trainer Armin Hoefer ohne fünf Stammspielerinnen mit einem 3:2-Auswärtssieg die VGF Marktredwitz von der Spitzenposition gestürzt. Die personelle Situation hat sich seitdem kaum verändert. Im Vergleich zur Vorwoche war aber immerhin Ina Baumann wieder voll belastbar, die zu Beginn für Chiara Pauli auf die Stellerposition rückte.

DJK gelang in der Vorwoche der Sprung an die Tabellenspitze

Die Müchnerinnen waren erst spät in die Saison eingestiegen und mussten nach einer 0:3-Niederlage in der zweiten Partie bei der SG SGS/TV Erlangen das Feld von hinten aufrollen. Im November fuhr das Team vier klare Siege ein, dann kam es in der Vorwoche zur Revanche gegen die SG Erlangen. Hier tat sich die DJK zwar etwas schwerer, aber mit einem Erfolg im Matchtiebreak gelang der Sprung an die Tabellenspitze.

Ansbach konnte eine Führung im 1. Satz nicht behaupten

Gegen diesen formstarken Gegner lag Ansbach vom Start weg mit zwei bis drei Punkten hinten, bevor beim 10:10 der erste Ausgleich gelang. Anschließend wechselte die Führung hin und her. Beim 19:16 war der TSV erstmals selbst mit drei Zählern vorne, konnte diese Führung aber nicht behaupten. Fünf Punkte in Folge drehten das Ergebnis für den Gast, der den ersten Satz mit 25:20 nach Hause brachte.

Ein begeisternder Ballwechsel zum 19:18 gab einen Schub zum Satzgewinn

Der zweite Durchgang begann wieder mit einem 0:2. Erneut ließen sich die Ansbacherinnen aber auch nach dem 2:6 nicht abschütteln und gingen beim 9:8 selbst in Führung. Nach einer 0:4-Serie kam Pauli für Baumann. Dominika Schaefer mit einem ihrer vielen harten Schmetterbälle und Amelie Sommer mit einem platzierten Heber in die Ecke sorgten für die erneute Führung (16:15). Ein begeisternder Ballwechsel zum 19:18, bei dem beide Teams mehrfach mit letztem Einsatz retteten, gab einen weiteren Schub. Beim 23:22 nahm Hoefer eine Auszeit und Pauli nutzte ihre nächsten Aufschläge zum 25:22-Satzgewinn.

In Satz drei waren die Abwehr- und Angriffsaktionen zu ungenau

Der 0:2-Rückstand wiederholte sich auch in Abschnitt drei, mit dem Unterschied, dass Ansbach diesmal erst beim 1:5 zum ersten Punkt kam. Das war zu viel, um das Ergebnis ein weiteres Mal zu drehen. Abwehr- und Angriffsaktionen waren nun zu ungenau, so wuchs der Abstand zwischenzeitlich auf bis zu neun Punkte an. Am Ende stand ein 25:18 für die Münchnerinnen

Das Team um Libera Lea Bomsdorf spielte jetzt wie aus einem Guss

In Satz vier startete der TSV mit 0:3. Nach dem schnellen Ausgleich blieb es zunächst eng (5:5, 7:7, 9:9). Beim 12:9 setzte sich das Heimteam erstmals etwas ab. Eine Auszeit der Gäste stoppte die Aufschlagserie von Sommer erst zwei Punkte später. Das Aufschlagrecht wechselte gleich wieder und eine weitere Serie von Anja Scherb zwangen den Gästecoach beim 18:11 zur nächsten Auszeit. Doch das Team um Libera Lea Bomsdorf spielte jetzt wie aus einem Guss. Thea Jüttner punktete mehrfach am Netz und auch der Ansbacher Block war nun da. So ging der Durchgang deutlich mit 25:14 an Ansbach.

Im Tiebreak ging Ansbach erstmals selbst mit 1:0 in Führung

Die Gastgeberinnen nahmen den Schwung mit in den Tiebreak, gingen erstmals selbst in Führung und bauten den Vorsprung über 3:1, 6:3 und 8:4 stetig aus. München glich zwar beim 9:9 nochmals aus, aber nach einer weiteren Aufschlagserie von Sommer war der TSV beim 13:9 nur noch zwei Punkte vom Matchgewinn entfernt. Beim 13:11 machten Nachwuchstalent Schaefer mit einem Schmetterball und Scherb mit einem Aufschlagpunkt den Sack zu.

„Es ist großartig, wie das Team gegen alle Widerstände kämpft und immer wieder zurückkommt“, zeigte sich Armin Hoefer selbst tief beeindruckt von der Leistung seiner Spielerinnen.

TSV Ansbach: Lea Bomsdorf, Chiara Pauli, Amelie Sommer, Ina Baumann, Anja Scherb, Thea Jüttner, Nina Hoefer, Dominika Schaefer.

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