Den kurzen, steilen Anstieg vom Wanderparkplatz hinauf zum „Bergmann“ bei Unterampfrach haben die rüstigen Ü60- Senioren problemlos bewältigt. Eingeladen zu der Tour hatte die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Schnelldorf, Anja Rauch.
Markus Tröger, Beauftragter für Wanderwege beim Naturpark Frankenhöhe, scharte die 30 Teilnehmer um sich. Auch wenn die meisten Wanderer in der Gemeinde wohnen, erfuhren sie von Tröger doch unbekannte Details zu den geologischen Besonderheiten: So nahmen sie überrascht zur Kenntnis, dass die höchste Erhebung der Frankenhöhe, der Hornberg, mit 554 Metern zwischen Schnelldorf und Wildenholz liegt. Aber auch mit Bäumen und Insekten kennt Tröger sich aus.
Der IT-Spezialist und ehrenamtliche Wanderwart kennt die Wege in der Gemeinde Schnelldorf. Schließlich ist er maßgeblich an der Digitalisierung des 1000 Kilometer langen Wanderwegenetzes im Naturpark beteiligt.
Sein jüngstes Projekt ist die Vernetzung der alten Wanderwege. Am 18. Juni wird er ein neu beschildertes, acht Kilometer langes Teilstück bei einer Wanderung vorstellen (Start ist um 14 Uhr am Bolzplatz in Unterampfrach). Das vorhandene Wegenetz soll nach und nach überarbeitet und den veränderten Bedürfnissen der Wanderer angepasst werden. „Einen kilometerlangen Fußmarsch neben einer dicht befahrenen Asphaltstraße will heute keiner mehr“, weiß der Experte.
Am Bolzplatz von Unterampfrach stießen weitere Wanderer, die weniger gut zu Fuß sind, zu der Gruppe hinzu. Mit dem Bodendenkmal des ehemaligen Burgstalls zwischen Katzenbach und Ampfrach erläuterte Tröger die Bedeutung des ehemaligen Herrschaftssitzes. Auch über Baudenkmäler wie dem früheren Austragshaus und der Schmiede in der Ortsmitte wusste er Interessantes zu berichten.
Zum Abschluss traf sich die Wandergruppe im Gasthaus, wo Tröger die Gelegenheit wahrnahm, um zu zeigen, wie man auf dem Smartphone die Wanderwege der Frankenhöhe findet und das Gerät zur Navigation nutzen kann. Schließlich packte Hermann Kapp – so wie schon bei der Weihnachtswanderung der Senioren – sein Akkordeon aus und brachte den Saal zum Singen.
Anja Rauch zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Sie hat mit ihrem Team etwa alle zwei Monate ein Angebot für Senioren geplant. Kino- und Theaterbesuche oder kleine Wanderungen und Vorträge seien bisher immer gut besucht worden. Das motiviere, diese Arbeit fortzusetzen.