Bei den TT-Finals in Erfurt war am Wochenende auch Westmittelfranken vertreten. Tom Schweiger und Daniel Rinderer starteten für den TSV Windsbach im Hauptfeld mit den deutschen Spitzenspielern, Marion Binder vertrat den TSV Ansbach bei den Turnieren in den Altersklassen.
Bei dem viertägigen Event in den Messehallen in Erfurt waren rund 1000 Spielerinnen und Spieler am Start. Neben den 94. Deutschen Tischtennis-Meisterschaften im Einzel, Doppel und Mixed der Erwachsenen wurden auch Nachwuchstitelkämpfe sowie nationale Meisterschaften in Leistungs- und Altersklassen ausgetragen.
Tom Schweiger gab sich in seiner Vorrundengruppe keine Blöße. Lukas Bosbach (DJK Essen) schlug er mit 3:1, Bennet Robben (MTV Jever) klar in drei Sätzen. Als Gruppensieger traf der 21-Jährige dann im Achtelfinale auf den Turnierfavoriten: den Europameister von 2022, Dang Qiu (Borussia Düsseldorf). Ab der K.o.-Runde ging es über vier Gewinnsätze – und länger ging das Spiel auch nicht. Schweiger hatte mit 9:11, 2:11, 4:11 und 9:11 das Nachsehen.
Bei Daniel Rinderer ging es in der Vorrunde eng zu. Timo Freund (VfR Fehlheim) schlug der 24-Jährige in drei knappen Sätzen. Mit Cedric Meissner (1. FC Saarbrücken) stritt sich Rinderer dann in fünf Sätzen um den Gruppensieg. Nach 11:8 und 11:8 sah der Windsbacher schon wie der Sieger aus. Meissner erzwang aber den Entscheidungssatz und hatte dort mit 12:10 den längeren Atem. Damit war Rinderer als Gruppenzweiter ausgeschieden.
In den vorangegangenen drei Jahren jeweils mit Medaillen bekleidet, hofften Schweiger und Rinderer im Doppel abermals auf einen Sprung aufs Podest. Der 3:0-Sieg im Achtelfinale gegen Vladimir Anca (TTF Illtal) und Noah Hensel (SV Union Velbert) lief dann auch nach Plan.
Im Viertelfinale traf das Windsbacher Duo aber auf die beiden Erstliga-Spieler Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken) und Ricardo Walther (ASC Grünwettersbach). Das topgesetzte Duo behielt mit 11:7, 11:8 und 11:5 die Oberhand, Schweiger/Rinderer blieben somit diesmal ohne Medaille.
Im Mixed hatten die beiden Windsbacher zunächst jeweils Freilose. Schweiger warf dann an der Seite von Franziska Schreiner (TSV Langstadt) das Duo Lukas Bosbach/Hannah Schönau (DJK Essen/SV DJK Holzbüttgen) mit 3:0 aus dem Wettbewerb. Im Viertelfinale trafen die beiden auf die topgesetzten Stars Dimitrij Ovtcharov (TTC Fulda-Maberzell) und Sabine Winter (TSV Dachau). Mit 0:3 mussten Schweiger/Schreiner die Segel streichen.
Rinderer und seine Partnerin Mia Griesel (TTC Berlin Eastside) waren in der anderen Turnierbaumhälfte am Start. Sie schlugen im Achtelfinale Karl Zimmermann/Leonie Hildebrandt (TTC SR Hohenstein-Ernstthal/LTTV Leutzscher Füchse) knapp mit 3:2. Gegen das bayerische Toptalent Koharu Itagaki und Andre Bertelsmeier (beide TSV Bad Königshofen) gelang dann ein 3:0-Erfolg. Im Halbfinale wartete mit den Nationalspielern Patrick Franziska und Nina Mittelham (TTC Berlin Eastside) das zweite Favoritenduo. Rinderer/Griesel verloren knapp 2:3, gingen aber mit Bronzemedaillen nach Hause. Ovtcharov/Winter holten schließlich den Titel.
In einem 24er-Feld war Marion Binder bei den Seniorinnen 55 am Start. Sie schlug in ihrer Vorrundengruppe Cornelia Kober (TTC Holzwickede) und Cornelia Walter (SG Blau-Weiß Eggersdorf) jeweils mit 3:0. Gegen Silke Ermel (TSG Zellertal) hatte die Ansbacherin aber mit 0:3 das Nachsehen und schied als Gruppenzweite aus dem Turnier aus.
Im Doppel lief es für die Spielerin des TSV Ansbach sehr gut. An der Seite von Sylvia Messer (ESV München-Freimann), die im Einzel im Viertelfinale ausschied, gab es zunächst ein Freilos. Gegen Birte Mangels (TSV Germania Cadenberg) und Claudia Edelhäuser (DJK Viktoria Wombach) gelang im Viertelfinale einer glatter 3:0-Erfolg. Im Halbfinale ließen die beiden gegen Tatjana Michajlova (PSV Oberhausen) und Simone Ewinger (TTC indeland Jülich) nur im ersten Satz (12:10) etwas anbrennen und siegten wieder 3:0.
Das Endspiel gegen Kerstin Segeth (TSV Langstadt) und Suzan Okur (SV Darmstadt 98) war hart umkämpft. Binder/Messer lagen schon 0:2 zurück, blieben aber am Ball und erzwangen den Entscheidungssatz. Dort waren sie mit 11:7 erfolgreich und fuhren mit dem Titel nach Hause.