Trotz Geldstrafe: Ex-Fußballchef Thomas Raßbach sieht sich durch Urteil entlastet | FLZ.de

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Veröffentlicht am 14.05.2026 15:17

Trotz Geldstrafe: Ex-Fußballchef Thomas Raßbach sieht sich durch Urteil entlastet

Trug einst als Kreisvorsitzender das Logo des BFV spazieren: Thomas Raßbach. (Foto: Martin Rügner)
Trug einst als Kreisvorsitzender das Logo des BFV spazieren: Thomas Raßbach. (Foto: Martin Rügner)
Trug einst als Kreisvorsitzender das Logo des BFV spazieren: Thomas Raßbach. (Foto: Martin Rügner)

Thomas Raßbach wurde vom Verbandssportgericht des Bayerischen Fußball-Verbandes zu einer Geldstrafe verurteilt. Dennoch sieht sich der Lehrberger durch das Urteil „in allen wesentlichen Punkten entlastet”.

Der ehemalige Vorsitzende des Fußballkreises Nürnberg/Frankenhöhe machte in einer Stellungnahme das Urteil und seine Einschätzung dazu publik. Zu dem Verfahren war es durch eine Anzeige des Bezirksvorsitzenden Uwe Mauckner gekommen, der seinem damaligen Funktionärskollegen diverse Fehler bei der Amtsführung anlastete.

Verspätete Abrechnung von Turnieren

In besagtem Urteil wird Raßbach zu einer Geldstrafe in Höhe von 350 Euro verurteilt. Die Strafe begründet das Gericht mit verspäteten Abrechnungen von Hallenturnieren. Diesen Vorwurf hatte Raßbach im Vorfeld eingeräumt, „auch zum Schutz meiner Mitarbeiter”, so der Beschuldigte. Dabei handelte es sich laut Urteil um etwa 2500 Euro, die verspätet beim Verband ankamen. „Anhaltspunkte dafür, dass der Betroffene sich persönlich bereichert oder Gelder zweckwidrig für eigene Zwecke verwendet hätte, haben sich nicht ergeben”, heißt es im Urteil.

Thomas Raßbach hat sein Amt als Kreisvorsitzender im Fußballkreis Nürnberg/Frankenhöhe abgegeben. (Foto: Bastian Lauer)
Thomas Raßbach hat sein Amt als Kreisvorsitzender im Fußballkreis Nürnberg/Frankenhöhe abgegeben. (Foto: Bastian Lauer)

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Verschiedene weitere Vorwürfe, darunter das Führen einer schwarzen Kasse, Unklarheiten im Bereich Sponsoring und bei Siegprämien, waren „mangels hinreichender Tatsachengrundlage einzustellen”, heißt es im Urteil.

Uwe Mauckner (links) und Michael Tittmann (Mitte) stellen sich beim Bezirkstag zur Wahl. Hier beim Kreistag mit Christoph Kern (BFV-Präsident, rechts).  (Foto: Jürgen Igelspacher/BFV)
Uwe Mauckner (links) und Michael Tittmann (Mitte) stellen sich beim Bezirkstag zur Wahl. Hier beim Kreistag mit Christoph Kern (BFV-Präsident, rechts).  (Foto: Jürgen Igelspacher/BFV)

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„Besonders zugunsten des Betroffenen war darüber hinaus zu berücksichtigen, dass er über viele Jahre hinweg als Funktionär für den BFV tätig war und sich hierbei durch vorbildlichen Einsatz und erhebliches Engagement ausgezeichnet hat,” schreiben die Richter. Weiter heißt es: „Diese langjährige beanstandungsfreie Tätigkeit spricht deutlich gegen ein strukturelles Fehlverhalten und ist strafmildernd in erheblichem Maße zu berücksichtigen”.

Reputation beschädigt

Raßbach war in verantwortlicher Position mehr als ein Jahrzehnt für den Fußballkreis aktiv. Im Kontext der Anschuldigungen von Mauckner trat Raßbach vergangenes Jahr zurück. Der Streit der beiden Funktionäre wurde teilweise öffentlich ausgetragen, wobei Raßbach seine Reputation durch die Anschuldigungen beschädigt sah.

Der Diplom-Verwaltungswirt ist seit vielen Jahren als Kämmerer in seiner Gemeinde tätig und in führender Funktion beim Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV). Raßbach seinerseits zeigte Mauckner ebenfalls beim Verband wegen Fehlern in der Amtsführung an.


Ich neige dazu, die Kosten einzuklagen.

Thomas Raßbach

Nicht zuletzt aus Sorge um seinen Ruf holte sich Raßbach für das Sportgerichtsverfahren Unterstützung von einem Anwalt, Felix Steinbach.

„Ich neige dazu, zu versuchen, die mir durch das Verfahren entstandenen Kosten beim BFV einzuklagen”, erklärt Raßbach auf Nachfrage. Und er neigt keineswegs dazu, die nun verhängte Geldstrafe zu bezahlen.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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