Veröffentlicht am 03.12.2022 13:02

Transporter bei Diespeck mit Spanngurt am Haken

So mancher Fall, bei dem die Polizei einschreiten muss, mutet reichlich kurios an. (Symbolbild: Carsten Rehder/dpa)
So mancher Fall, bei dem die Polizei einschreiten muss, mutet reichlich kurios an. (Symbolbild: Carsten Rehder/dpa)
So mancher Fall, bei dem die Polizei einschreiten muss, mutet reichlich kurios an. (Symbolbild: Carsten Rehder/dpa)

So etwas sehen selbst Polizisten nicht allzu häufig: Bei Diespeck hat eine Streife ein seltsam anmutendes Duett von Kleintransportern aus dem Verkehr gezogen.

Am Freitagmorgen gegen 5.10 Uhr wurde eine Streife der Polizeiinspektion Neustadt auf der Bundesstraße B470 auf einen Kleintransporter aufmerksam, der gerade einen anderen Kleintransporter abschleppte. Das geschah jedoch auf recht unkonventionelle Weise: Zum Abschleppen waren zusammengeknotete Spanngurte im Einsatz.

Im Rahmen der Kontrolle stellte sich heraus, dass die beiden Fahrer mit ihren jeweils 3,5 Tonnen schweren Fahrzeugen bereits seit einer Panne auf der Autobahn A6 bei Sinsheim in dieser Kombination unterwegs waren. Ziel der Fahrt war eine Werkstatt in der Tschechei. Da Not bekanntlich erfinderisch macht, hatten die Daniel Düsentriebs für Arme kurzerhand zwei Spanngurte zusammengeknotet, um die Fahrt fortsetzen zu können.

Doch das war noch nicht alles: Da der Lenker des noch fahrbereiten Transporters nicht die dafür erforderliche Fahrerlaubnis vorweisen konnte, wurde die Weiterfahrt unterbunden und ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrlaubnis gegen den 21-Jährigen eingeleitet. Weil der Mann keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft 500 Euro Sicherheitsleistung einbehalten. Im Anschluss durfte der Mann seinen Weg fortsetzen. Freilich ohne den zweiten Transporter - der musste stehenbleiben.


Florian Pöhlmann

Nach der journalistischen Grundausbildung beim Fernsehen rief 1999 die große weite Welt des Sports, die ich in Nürnberg in nahezu allen Facetten kennenlernen und in verantwortlicher Position gestalten durfte. Erst der verlockende Ruf aus Ansbach und die Aussicht, im fortgeschrittenen Alter Neues zu wagen, sorgten ab 2021 für einen Neustart in der Lokalredaktion.

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