Veröffentlicht am 12.08.2022 18:09

Taubertal-Festival startet aus Sicht der Polizei ruhig

Im etwas abgelegenen Steinbruch war das Festival-Gelände laut Polizei bis gegen Mitternacht komplett gefüllt. (Foto: Larissa Haug)
Im etwas abgelegenen Steinbruch war das Festival-Gelände laut Polizei bis gegen Mitternacht komplett gefüllt. (Foto: Larissa Haug)
Im etwas abgelegenen Steinbruch war das Festival-Gelände laut Polizei bis gegen Mitternacht komplett gefüllt. (Foto: Larissa Haug)

Angesichts der Größenordnung der Veranstaltung ist das Taubertal-Festival in Rothenburg aus polizeilicher Sicht „in geordneten und ruhigen Bahnen“ angelaufen, teilte Einsatzleiter Stefan Schuster am Freitag mit.

Besonders durch die veränderten Zugangskontrollen in der Nähe von Reutsachsen (Main-Tauber-Kreis) ist es demnach seit Mittwoch kaum zu Staus auf den zentralen Anfahrtsstraßen gekommen. Mittlerweile seien die vorgesehenen Campingflächen „nahezu ausgelastet“.

In enger Zusammenarbeit mit baden-württembergischen Polizeikräften erfolgten im Grenzbereich der beiden Bundesländer umfangreiche Vorkontrollen, teilte Schuster weiter mit. Dabei wurden kleine Mengen Cannabis und Amphetamin sowie einige verbotene Gegenstände sichergestellt.

Ein alkoholisierter Autofahrer wurde aus dem Verkehr gezogen, sechs weitere standen unter Drogeneinfluss. Fünf Verkehrsteilnehmer waren ohne Führerschein unterwegs.

In der Nacht zum Freitag wurde ein als gestohlen gemeldetes Mobiltelefon auf dem Campingplatz Berg geortet. Ein 23-Jähriger, der das Handy dabei hatte, gab zunächst an, er habe es „gerade unter einem Auto gefunden“. Dann versuchte er zu flüchten, lief dabei aber frontal gegen ein geparktes Auto, wobei er sich leicht verletzte. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der aus Westdeutschland stammende Mann und zwei weitere Familienmitglieder auch im dringenden Verdacht eines Rucksackdiebstahls auf dem Campinggelände stehen.

Das Trio wurde vorläufig festgenommen und wegen Bandendiebstahls von der Polizei an die Stadtgrenzen Rothenburgs eskortiert. „Wie sich herausstellte, dürfte es sich um reisende Festivaltäter handeln“, lautet Schusters Einschätzung.

Das Geschehen in der Nacht zum Freitag beim Konzert im Steinbruch verlief ohne bemerkenswerte Vorkommnisse. Das Areal sei bis gegen Mitternacht komplett voll gewesen.

Trotz etwa 30 Grad im Schatten kam es bis Freitagnachmittag zu keinen gravierenden Sicherheitsstörungen. Das Verbot von Feuer- und Grillstellen wurde eingehalten. Das Rote Kreuz wurde zu etwa einem Dutzend Rettungs- und Notarzteinsätzen gerufen.

Thomas Schaller

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