100 Folgen und 35 Jahre: Damit endet eine Ära für die beiden Darsteller Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl, die als Batic und Leitmayr jahrelang Mordfälle im Münchner Tatort aufklärten und zu den dienstältesten Ermittlern der Krimireihe gehören.
Bei so einer langen Karriere gab es Höhen und Tiefen - auch in Bezug auf die Qualität der Tatort-Folgen. Was gefällt und was nicht - da seien sich beide immer einig gewesen, sagten die Schauspieler der Deutschen Presse-Agentur. „Da schlagen unsere Herzen im Gleichklang“, betonte Nemec. Die Folge „Gesang der toten Dinge“ etwa gehöre zu den Flops. Und bei „Ein Sommernachtstraum“ sei das Drehbuch „miserabel“ gewesen. In Summe zeigte sich das Ermittler-Duo jedoch zufrieden.
Anerkennung gab es auch von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Er zeichnete die Schauspieler im Oktober 2025 mit dem Ehrenpreis des „Blauen Panthers“ aus.
Nemec und Wachtveitl ist bei ihrer Arbeit wichtig, was das Publikum denkt, denn: „Wir machen's ja für die Leute“, erklärt Wachtveitl. „Was wir machen, muss einfach den Leuten was geben.“
Nun, da es zu Ende gehe, komme ein bisschen Wehmut auf. Auch wenn die Schauspieler „nie und nimmer“ gedacht hätten, dass sie den Job so lange machen würden. Nemec sagt aber auch: „Dass die Arbeit wegfällt, das ist ein Teil, der sehr schade ist, ansonsten, der Krimiteil und das Mordmetier, das wird man nicht vermissen.“
Den Abschluss der langen Tatort-Karriere bildet eine Doppelfolge: In ihrem letzten Fall machen sich die beiden Ermittler auf die Suche nach einem mörderischen Phantom, das unbemerkt durch Münchner Mietwohnungen schleicht. Dabei läuft ihnen die Zeit davon, da - wie im wahren Leben - der Ruhestand näher rückt.
Und wie finden die Darsteller ihren letzten Auftritt als Tatort-Kommissare? Fans dürfen sich wohl auf ein würdiges Ende freuen. „Ich denke, es ist für uns beide adäquat“, sagt Nemec. Beide sind sich einig: „Wir waren zufrieden.“
Die Ausstrahlung der Doppelfolge ist laut Bayerischem Rundfunk für Ostern geplant.
© dpa-infocom, dpa:260124-930-589598/1