Thomas Guter, Trainer des Fußball-Landesligisten SVG Steinachgrund, spricht gerne Klartext: „Unsere Heimbilanz ist eine Katastrophe”. Gelegenheit, die etwas aufzuhübschen, ergibt sich am Sonntag, 29. März, ab 14 Uhr gegen den SV Unterreichenbach.
Ein Sieg wäre nicht nur für die Bilanz gut, sondern auch für die Tabelle. Steinachgrund (14. Tabellenplatz/27 Punkte) ist nach nur einem Sieg aus drei Spielen 2026 ungemütlich nahe an die Abstiegszone herangerutscht. Der SV Unterreichenbach (9./36) hat heuer schon eifrig gepunktet und erst jüngst beim 1:5 gegen das Spitzenteam Jahn Forchheim die erste Niederlage 2026 kassiert.
Der letzte Heimsieg des SVG gelang beim 5:1 über den TSV Weißenburg Mitte September. Aus den folgenden sieben Heimspielen gab es nur noch zwei Punkte.
Auswärts hat Steinachgrund mehr Punkte geholt als daheim. Einer davon resultierte aus dem 2:2 im Hinspiel. In einer ziemlich wilden Partie erkämpfte der SVG trotz Unterzahl, Ajdin Kahrimanovic sah nach einer Stunde Rot, durch ein spätes Tor noch das Unentschieden.
Beim 1:3 im Pokal unter der Woche beim Ligarivalen TSC Neuendettelsau wurde Gutenstetten etwas unter Wert geschlagen. „Wir hatten schon einige sehr gute Chancen”, trauert Guter den vergebenen Möglichkeiten nach. Der Trainer nutzte das Pokalspiel zu einem Experiment, stellte in der Abwehr eine Dreierkette auf. „Das haben wir mal probiert und wissen jetzt, wie es geht”.
Die SVG-Abwehr, egal in welcher Formation, wird sich gegen den oft von einer erklecklichen Anzahl von Anhängern begleiteten SVU voraussichtlich unter anderem mit Xaver Distler beschäftigen müssen. Der Kapitän der Gäste ist mit neun Treffern nicht nur der erfolgreichste Torschütze seiner Elf, sondern auch der beste Vorlagengeber.
Ein bekannter Name findet sich in der SVU-Abwehr: Marvin Jeltsch, der Bruder von Bundesliga-Profi Finn Jeltsch (ehemals 1. FC Nürnberg und aktuell beim VfB Stuttgart unter Vertrag).