Wieder einmal Neuland betreten die Fußball-Frauen des SV Weinberg am Sonntag, 19. November. Am 11. Spieltag der 2. Bundesliga empfangen sie um 11 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des TSV Roßtal (Buchschwabacher Straße 32) den Bundesliga-Absteiger SV Meppen.
In der 2. Liga muss jeder Verein auch eine Ausweichspielstätte nennen. Für Kunstrasenplätze schreibt der DFB die Maße 100 x 64 Meter vor und nur der ziemlich neue Platz in Roßtal hat in der Region diese Maße. So kann nach den Dauerregenfällen der SV Weinberg sein „Heimspiel“ im 50 Kilometer entfernten Roßtal austragen.
Gut 600 Kilometer beträgt die Entfernung von Meppen nach Roßtal -- eine Strecke, die die Kickerinnen aus dem Emsland einigermaßen gewohnt sind. So haben sie schon in dieser Saison beim FC Ingolstadt gespielt (0:2 verloren) und auch nach Sand war die Strecke kaum kürzer. Dort starteten die Emsländerinnen mit einem 2:1-Sieg eine kleine Serie. Danach gab es gegen Bayern München II ein 5:0, in Gütersloh ein 1:1 und am letzten Sonntag gegen Eintracht Frankfurt II einen 2:0-Sieg.
Das bedeutet für die Spielerinnen des Trainerinnengespanns Carin Bakhuis und Katharina Börger derzeit den 5. Platz mit 18 Punkten und 16:8 Toren. In der Auswärtstabelle rangieren sie auf dem 7. Platz mit sieben Punkten und 8:8 Toren – zu Hause haben sie ein Torverhältnis von 8:0!
Den Verein SV Meppen, in den Anfangsjahren hieß er Amisia Meppen, gibt es seit dem 29. November 1912, aber die Frauenfußballabteilung erst seit dem 1. Juli 2011. Da schloss sich der SV Victoria Gersten dem SV Meppen an. Seit 2004/2005 sind die Frauen in der 2. Bundesliga vertreten und belegen in der Ewigen Tabelle den 37. Platz.
In den letzten drei Jahren war der SV Meppen so etwas wie eine „Fahrstuhlmannschaft“, denn 20/21 spielte man in der 1. Bundesliga und stieg mit 17 Punkten ab. 2022 gelang als Meister der 2. Liga der prompte Wiederaufstieg und diesen Sommer war das Gastspiel in der Liga als Vorletzter mit 17 Punkten schon wieder beendet.
Weinberg hatte schon zweimal das Vergnügen, gegen Meppen zu spielen. Am 2. Dezember 2018 kassierte man in der 89. Minute den Ausgleich und trennte sich 2:2. Am 5. Mai 2019 verlor der SVW in Meppen 1:3. Also haben Brückner und Co noch einiges gutzumachen, auch im Rückblick auf das vergangene Wochenende.
Das Spiel in Ingolstadt gehörte wieder einmal zur Kategorie „Überflüssige Niederlage“ – dies war ja diese Saison nicht das erste Mal der Fall. Erfahrung auf Kunstrasen haben die Weinbergerinnen ja schon genügend gesammelt, so dass dies nicht als Benachteiligung angesehen werden kann.