Die Stadträte und Bürgermeister Wolfgang Lampe hatten sich in der Vergangenheit immer wieder klar zu den Uffenheimer Ortsteilen bekannt. Jetzt folgen den Worten auch Taten – mit Baugebieten. Der Spatenstich für ein solches Areal mit neun Parzellen in Uttenhofen war der nächste logische Schritt.
Bis jetzt die Spaten geschwungen werden durften, gab es aber viel Vorarbeit. Sehr viel Vorarbeit. Das wird an diesem Vormittag in Lampes Worten klar. Der Grunderwerb war ein zähes Ringen, wie in anderen Uffenheimer Ortsteilen auch – nicht zuletzt wegen der hohen Inflation. Niemand will heutzutage große Geldmengen auf dem Konto liegen haben. „Acker bekommt man einfach nicht mehr. Drei Jahre lang haben wir daran gearbeitet.“ 8900 Quadratmeter umfasst das Baugebiet. Neun Parzellen werden ein Plätzchen finden.
Auch das Bauleitverfahren hierfür war wesentlich komplizierter als erwartet. Ursprünglich sollte eine Stützmauer errichtet werden, die aber wirklich teuer gewesen wäre. So plante das Uffenheimer Stadtbauamt um – und die bürokratische Mühle fing wieder von vorne an.
Was lange währt, wird bekanntlich endlich gut. Für Uttenhofen scheint diese Faustformel jedenfalls zuzutreffen. Dass das Dorf schon lange auf ein neues Bauareal wartet, zeigt ein Blick auf die Liste: Von den neun Bauplätzen ist einer schon verkauft, sechs sind reserviert, nur noch zwei frei. So mancher Zögling aus dem Ort will zwar eine eigene Bleibe haben, möchte aber seiner Heimat treu bleiben. Da kommt das neue Bauland gerade recht. „Die Uttenhofener haben sehr darauf gedrängt.“ Auch in anderen Uffenheimer Ortsteilen folgte dieser Schritt bereits oder wird noch folgen, verspricht Wolfgang Lampe.
Die Erschließung in Uttenhofen ist derweil in vollem Gange. Mehrere Mitarbeiter einer Firma aus Blaufelden (Baden-Württemberg) werkeln eifrig, der Bagger hat sich fleißig durch das Areal gefressen. 500.000 Euro brutto kosten die Arbeiten. „Das ist schon heftig“, kommentiert Wolfgang Lampe. „Aber es ist leider der normale Preis heutzutage.“ Auch da lässt die Inflation grüßen – einmal mehr.
Ein Gehweg wird nicht gebaut, ist das Verkehrsaufkommen doch laut Stadtbaumeister Jürgen Hofmann überschaubar. Die N-Ergie wird einen größeren Stromanschluss für das Baugebiet verlegen. Hintergrund: Dadurch können mögliche Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der künftigen Häuser angeschlossen werden.
Die Telekom verlegt direkt Glasfaser für die Bauplätze – „Stichwort Homeoffice“, sagt der Uffenheimer Bürgermeister. Neue Baugebiete sollen schließlich auch auf die neue Arbeitswelt Rücksicht nehmen.
Der Kanal wird im Trennsystem errichtet. Irgendwann, mutmaßt Lampe, wird auch in Uffenheim über eine Zisternen-Pflicht diskutiert werden müssen, damit Bürger Regenwasser auffangen und nutzen. Für Uttenhofen sind diese zwar noch nicht festgeschrieben – freiwillig aber selbstverständlich möglich, in immer wasserärmeren Zeiten. Die geplante Fertigstellung für die Erschließung ist für Ende Oktober 2023 vorgesehen. Dann können die Häuslebauer endlich loslegen.