Neue Brände in Südeuropa bringen Helfer an die Grenzen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 30.07.2026 00:03, aktualisiert am 30.07.2026 12:10

Neue Brände in Südeuropa bringen Helfer an die Grenzen

Die Brände auf der Urlaubsinsel Kreta sind noch nicht unter Kontrolle. (Foto: Giannis Angelakis/AP/dpa)
Die Brände auf der Urlaubsinsel Kreta sind noch nicht unter Kontrolle. (Foto: Giannis Angelakis/AP/dpa)
Die Brände auf der Urlaubsinsel Kreta sind noch nicht unter Kontrolle. (Foto: Giannis Angelakis/AP/dpa)

In Südeuropa kämpfen Feuerwehrkräfte weiter gegen sich ausbreitende Waldbrände, die von Trockenheit und Wind angefacht werden. Hinzu kommt große Hitze. Während sich die Lage an Frankreichs Atlantikküste deutlich entspannte, rückten Einsatzkräfte in Spanien, auf Kreta und in der Türkei zu neuen Bränden aus.

  • FRANKREICH

Weitere 84.000 Menschen an der französischen Atlantikküste können in ihre Häuser zurückkehren, da sich die Waldbrandlage spürbar entspannt hat. Wie die Präfektin von Bordeaux, Sophie Brocas, am Morgen entschied, können die Bewohner von neun vorsorglich evakuierten Orten nach Hause zurück. Insgesamt 224.000 Menschen waren in der Region evakuiert worden. Am Dienstagabend konnten bereits 60.000 Menschen in drei evakuierte Gemeinden zurückkehren. Auch in Südfrankreich und im Burgund kämpfen die französischen Einsatzkräfte weiter gegen Naturbrände.

  • SPANIEN

Drei neue Waldbrände lassen die Feuerwehren in Spanien nicht zur Ruhe kommen. Die Feuer seien im Nordwesten des Landes in der Provinz León ausgebrochen, berichtete das staatliche Fernsehen TVE. Rund 300 Bewohner hätten ihre Häuser verlassen müssen. Rund 180 Kilometer südwestlich war zuvor bereits ein weiterer Brand in einem Naturpark nahe der Grenze zu Portugal ausgebrochen. Bis zum Morgen wurden 12 Ortschaften sowie ein Campingplatz geräumt. Rund 1.000 Menschen sind betroffen. 

  • GRIECHENLAND

Der Waldbrand im Süden der griechischen Insel Kreta wütet weiter. Starke Winde mit Geschwindigkeiten von mehr als 125 Kilometern pro Stunde erschweren den Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern, wie der griechische Wetterdienst (EMY) mitteilte. Mit einer Abschwächung der Winde wird erst am Wochenende gerechnet. „Es stehen uns schwierige Tage bevor“, sagte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Fernsehsender ERT. 

Die Brände haben bislang zwei Feuerwehrleuten auf Kreta das Leben gekostet. Ein weiterer Feuerwehrmann starb auf der Halbinsel Peloponnes. Auf Kreta mussten mehr als 8.000 Menschen aus der Region des beliebten Ferienortes Agia Galini an der Südküste der Insel evakuiert werden. Am Donnerstag konnten Urlauber nach Angaben von Reportern vor Ort wieder nach Agia Galini zurückkehren. 

  • TÜRKEI

Einsatzkräfte in der Türkei kämpfen weiter gegen zahlreiche Waldbrände im Süden und Westen des Landes, die durch starke Winde angefeuert werden. Man versuche zurzeit Brände in den Provinzen Antalya, Mugla und Balikesir vollständig unter Kontrolle zu bringen, sagte Forstminister Ibrahim Yumakli dem Staatssender TRT zufolge. Bei drei weiteren sei das bereits gelungen. In der Nacht sei zudem ein weiterer Waldbrand im Bezirk Fethiye der Provinz Mugla hinzugekommen.

© dpa-infocom, dpa:260729-930-457631/7


Von dpa
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