Siegtor in letzter Sekunde: Rothenburger Handballer bezwingen Bayreuth | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.01.2026 19:58

Siegtor in letzter Sekunde: Rothenburger Handballer bezwingen Bayreuth

Nervenstark verwandelte Szrgyan Ilicsin (hier in einem anderen Spiel) den entscheidenden Siebenmeter. (Foto: Martin Rügner)
Nervenstark verwandelte Szrgyan Ilicsin (hier in einem anderen Spiel) den entscheidenden Siebenmeter. (Foto: Martin Rügner)
Nervenstark verwandelte Szrgyan Ilicsin (hier in einem anderen Spiel) den entscheidenden Siebenmeter. (Foto: Martin Rügner)

Angetrieben vom lautstarken Publikum in der ausverkauften Bleiche-Halle feierten die Regionalliga-Handballer des TSV Rothenburg einen überraschenden 30:29-Heimerfolg über das Spitzenteam HaSpo Bayreuth.

In einer nervenaufreibenden Partie fiel das entscheidende Tor Sekunden vor Schluss. Szrgyan Ilicsin verwandelte einen an Kreisläufer Daniel Laugner verursachten Siebenmeter. Das Publikum tobte und feierte die Rothenburger Truppe, die beim fünften Heimsieg der Saison allerhand Widrigkeiten überwunden hatte.


Das war eine absolute Willensleistung.

Norbert Fink

„Das war eine absolute Willensleistung unserer Jungs, die sich mit großartigem Kampfgeist in das Spiel reingebissen haben”, lobte Handball-Chef Norbert Fink.

Im Hinspiel waren die Rothenburger dem Titelanwärter nicht gewachsen und mussten sich mit 20:31 geschlagen geben. Den deutlichen Sieg hatten die Bayreuther unter anderem einem 10:0-Lauf zu verdanken. Derartiges wiederholte sich im Rückspiel in der Bleiche-Halle nicht, ganz im Gegenteil.

Rote Karte für Nedim Jasarevic

Die Rothenburger, bei denen unter anderem der erkrankte Nikola Becejac und einige Jugendspieler fehlten, liefen zu großer Form auf. Und das, obwohl Top-Werfer Nedim Jasarevic in der 11. Minute für ein „Allerweltsfoul” (Fink) die Rote Karte sah. Die Strafe schränkte die Wechselmöglichkeiten der eh schon dünn besetzten Gastgeber weiter ein.

Gegen die ebenfalls, anders als noch im Hinspiel, nicht in Bestformation angetreten Bayreuther lag Rothenburg zunächst in Führung, geriet dann aber bis zum Pausenpfiff in Rückstand. Das änderte sich nach dem Wechsel schnell und beim 27:23 acht Minuten vor Schluss schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Von wegen. Bayreuth glich bis zur Schlussminute nochmals zum 29:29 aus.

TSV Rothenburg: Kiss (1. - 60. Minute), Amann (zu einem Siebenmeter), Schemm (4), Patrick Schneider (5), Maximilian Schmidt, Schweizer (1), Orf (2), Nedim Jasarevic, Stojanov (6), Krauter, Laugner (5), Altwish, Ilicsin (7/6).

Tore HaSpo Bayreuth: Lorenz (6), Fröhlich (6), Böker (5/5), Ruoff (3), Berthold (4), Moritz Schmidt (5).
Zwischenstände:3:1, 5:5, 6:8, 7:11, 10:12, 12:13 (Halbzeit), 12:15, 15:15, 19:19, 22:20, 26:22, 27:23, 29:27, 29:29, 30:29.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.- Rote Karte: Nedim Jasarevic (11. Minute).- Siebenmeter: 6/6:5/5.- Schiedsrichter: Yannik Haas/Harald Schweizer (Haunstetten).


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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