Das Topspiel der beiden Staffelsieger in der 1. Basketball-Regionalliga Südost hielt, was es zuvor versprach. In einem hochintensiven und mitreißenden Duell setzte sich hapa Ansbach mit 103:87 (58:47) gegen Culture City Weimar durch.
Die Piranhas benötigten zwar einige Zeit, um gegen die sofort aggressiv verteidigenden Weimarer ins Spiel zu kommen. Erst nach knapp zwei Minuten traf Sebastian Schröder, der seine Erkrankung noch rechtzeitig auskuriert hatte, per Dreier zum 3:4. Lars Lenke glich beim 5:5 erstmals aus, Schröder mit seinem zweiten Dreier und Pablo Schmidt erhöhten innerhalb einer Minute auf 10:5.
Weimar nahm die erste Auszeit, doch im Anschluss legte Raul Dumnici mit elf Punkten in Folge zum 21:11 nach. Ansbach war nun auf Betriebstemperatur, die sieggewohnten Gäste, die in der Hauptrunde alle 14 Partien meist deutlich gewonnen hatten, wirkten überrollt. Die Unterstützung in der vollbesetzten Weinberghalle war ebenfalls da. Nach gut sieben Spielminuten führten die Gastgeber 27:12, mit 32:21 endete das erste Viertel.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten sich die Weimarer besser sortiert und hielten den Abstand über 37:28 (22. Minute) und 45:35 (25.) konstant. Beim Stand von 58:47 ging es in die Halbzeitpause. In der Hauptrunde hatten die Thüringer im Durchschnitt nur 67 Zähler pro Partie kassiert. Ansbachs Topscorer Dumnici hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 23 seiner insgesamt 28 Punkte auf dem Konto.
In die zweite Halbzeit starteten die Gäste mit einem 10:2-Lauf, den Ansbachs Trainer Nico Probst mit einer Auszeit zu stoppen versuchte. Doch beim 62:61 in der 24. Minute hatte Weimar den Anschluss geschafft und ging mit dem nächsten Angriff sogar in Führung. Vor allem der überragende Spielmacher Dmonte Brown stach bei Weimar mit insgesamt 34 Punkten heraus. Bei den Ansbachern fielen in dieser Phase die Würfe nicht mehr, während die Thüringer bei ihren Abschlüssen das Glück auf ihrer Seite hatten.
Die Piranhas mussten nun fighten und taten auch dies mit Bravour. Mit der Einwechslung der Routiniers Bastian Doreth, Christian Imberi und Schröder bekamen sie wieder Zugriff aufs Spiel. Unter den Körben arbeiteten vor allem Schröder (9 Rebounds) und Lars Lenke (7), die beide außerdem 11 Punkte sammelten. Beim 74:68 (27.) hatten die Gastgeber die Partie wieder unter Kontrolle und vor dem Schlussabschnitt auch den alten Abstand wiederhergestellt (81:71).
Ein Ruhekissen war das noch nicht, aber da die Trefferquoten weiter sanken und die Zahl der Ballverluste stieg, spielte auch die Zeit für die Piranhas. Beim 84:77 betrug der Vorsprung zur Mitte des Viertels immer noch sieben Zähler. Ein technisches Foul gegen Probst nutzte Brown zum 84:80. Aber Nino Neubert und Pablo Schmidt, mit 12 Punkten zweitbester Ansbacher Werfer, konterten zum 88:80. Bei einem ungenauen Pass auf Schröder bewies dieser seine Klasse und rettete den Ball in der Luft aus dem Seitenaus ans Bein eines Gegners.
Vor den letzten beiden Spielminuten hatte Ansbach wieder 12 Punkte Vorsprung (94:82). Mit einem Dreier zum 98:82 machte Tevin Schnabel (11 Punkte) schon gut eine Minute vor der Schlusssirene den Sack zu und ließ kurz darauf einen weiteren zum 101:87 folgen. In der Zwischenrunde 1 haben die Piranhas damit die Tabellenführung von Weimar übernommen.
hapa Ansbach: N. Neubert (8 Punkte, 17:34 min Einsatzzeit), Schnabel (11, 3 Dreier, 17:13), Kurpiela (8, 1, 16:40), Lenke (11, 27:29), Imberi (8, 14:13), Dumnici (28, 3 26:48), Doreth (3, 1, 4:26), Schmidt (12, 19:33), Schröder (14, 3, 17:53), T. Neubert (3, 8:46), Schröder (11, 3, 26:39), Nzeocha (20:27), Ides.
Beste Werfer Weimar:Brown (34, 4), Biel (15, 2), Bader (11, 1), Grau (10, 2), Passarge (10).
Viertelergebnisse:32:21, 26:26, 23:24, 22:16.