Vor neuen Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine über ein Ende des Krieges besucht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfing ihn am Mittag am Kanzleramt. Er wolle mit Merz auch über die ukrainische Flugabwehr und Hilfen für die angeschlagene Energieversorgung sprechen, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. Der Besuch war aus Sicherheitsgründen vorher nicht angekündigt worden.
Kurz vor der Ankunft kündigte der US-Sondergesandte Steve Witkoff eine neue Gesprächsrunde zwischen Russland, der Ukraine und den USA für nächste Woche Dienstag und Mittwoch in Abu Dhabi an. Sie soll auf Ebene der Berater der Staats- und Regierungschefs stattfinden. „Die Gespräche werden sich um Sicherheitsvereinbarungen für die Zeit nach dem Krieg, Deeskalation, humanitäre Hilfsmaßnahmen und die nächsten Schritte auf dem Weg zum Frieden drehen“, erklärte er.
Zudem sollen Witkoff zufolge US-Gesandte diese Woche mit Vertretern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der Nato sowie der EU zusammenkommen. Bei den Gesprächen in Brüssel soll es um die Themen Sicherheitsgarantien für die Ukraine, Europas Sicherheitsordnung nach dem Krieg sowie um den Wiederaufbau gehen.
Die Europäer bestehen darauf, an den Verhandlungen mit Russland beteiligt zu werden. Auf deutscher Seite geht man von einer europäischen Präsenz in Abu Dhabi aus, auch wenn man dort nach jetzigem Stand wohl nicht mit am Tisch sitzt.
An die Gespräche in Abu Dhabi schließen sich drei wichtige Gipfeltreffen an:
Bei dem Gespräch zwischen Merz und Selenskyj in Berlin dürfte es auch um die weitere militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine gehen.
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