Schönheitskur für einen Windelsbacher Landhegestein | FLZ.de

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Veröffentlicht am 27.09.2023 14:07

Schönheitskur für einen Windelsbacher Landhegestein

Projektleiter Jürgen Nickel, das Ehepaar Sabine und Andreas Vogt, die den Grenzstein zur Verfügung stellten und Oberbürgermeister Dr. Markus Naser (von links) stießen auf den Stein (im Hintergrund) an. (Foto: Bernhard Heim)
Projektleiter Jürgen Nickel, das Ehepaar Sabine und Andreas Vogt, die den Grenzstein zur Verfügung stellten und Oberbürgermeister Dr. Markus Naser (von links) stießen auf den Stein (im Hintergrund) an. (Foto: Bernhard Heim)
Projektleiter Jürgen Nickel, das Ehepaar Sabine und Andreas Vogt, die den Grenzstein zur Verfügung stellten und Oberbürgermeister Dr. Markus Naser (von links) stießen auf den Stein (im Hintergrund) an. (Foto: Bernhard Heim)

In Windelsbach wurde am Wochenende ein Landhegestein gesetzt, der wieder aufgetaucht ist. Dies geschah auf der Anhöhe gegenüber dem Waldschwimmbad. Zuvor wurde er allerdings noch ein wenig aufgehübscht.

Der Stein wurde wegen seines fehlenden Fußes auf Kosten der Gemeinde ergänzt und restauriert. Am selben Ort war bereits im Jahr 1617 erstmals ein Landhegestein gesetzt worden.

In unmittelbarer Nähe zu der ehemaligen Grenzlinie Rothenburg-Hohenzollern (Brandenburg-Ansbach) verläuft hier die Jagdgrenze von Brandenburg-Culmbach, von der ein Stein an der Straße gegenüber dem Waldschwimmbad steht.

Mit dabei waren Windelsbachs Bürgermeister Werner Schuster, Rothenburgs Oberbürgermeister Dr. Markus Naser, Ohrenbachs Bürgermeister Johannes Hellenschmidt sowie der CSU-Landtagsabgeordnete Andreas Schalk.

Aus dem Anlass der Setzung hatte Naser seinen Kellermeister Günter Wasilewski mitgebracht. Dieser kredenzte aus dem Meistertrunk-Humpen Rothenburger Wein. Weitere Getränke und eine Brotzeit steuerte Windelsbachs Bürgermeister Schuster bei. Die Rothenburger Landhege bezeichnet das Graben-Wall-System, dass die Reichsstadt Rothenburg nach Norden, Westen und Süden umgeben hat. Im Osten schützte die Frankenhöhe, so dass es hier mit Ausnahme eines kurzen Stückes in der Karrach keine Landhege gab.

Datiert auf das Jahr 1420

Datiert wird die Rothenburger Landhege auf das Jahr 1420. Es gibt Hinweise darauf, dass sie auch wesentlich älter sein könnte. Die Versteinung selbst fand aber erst rund 200 Jahre später statt.

Zugegen war auch das Ehepaar Sabine und Andreas Vogt aus Wörnitz. In ihrem Garten befand sich bereits beim Kauf der Landhegestein. Auf einer Seite ist das Wappen der Stadt Rothenburg zu sehen und auf der anderen Seite das Wappen des Fürstentums Onolzbach (Ansbach).

Sie stellten den Grenzstein dem Projekt „Historische Grenze“ von Jürgen Nickel für die Rückführung an einen ehemaligen Standort zur Verfügung. Nickel leitet das Projekt.


Von Bernhard Heim
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