Der FC Schalke 04 hat sich im spannenden Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga wieder die Tabellenführung gesichert. Der Revier-Club setzte sich am Sonntag nach fünf sieglosen Spielen bei Holstein Kiel mit 2:1 (2:0) durch und übernahm die Tabellenspitze mit 43 Punkten vor Darmstadt 98 (42) und dem Tabellendritten SV Elversberg (41). Die Treffer für die Schalker an der Kieler Förde erzielten Kenan Karaman und Hasan Kurucay.
Hannover 96 (41) und der SC Paderborn (40) komplettieren das Quintett mit den größten Aufstiegschancen. Kurios: Seit dem dritten Spieltag kommen die bisherigen Spitzenreiter in der laufenden Saison nur aus dem Kreis dieser fünf Aufstiegsaspiranten, die sich einen komfortablen Vorsprung von sechs Zählern auf Rang sechs erarbeitet haben.
Die seit acht Spielen unbesiegten Darmstädter konnten sich bei Doppeltorschütze Matej Maglica bedanken, dass sie nach 0:2-Rückstand bei Eintracht Braunschweig noch zu einem Punktgewinn kamen. „Den Punkt nehmen wir mit. Vielleicht kann so ein Punkt noch wichtig sein. Wir haben einen 0:2-Rückstand aufgeholt, was ich herausragend fand“, sagte Darmstadts Torhüter Marcel Schuhen nach dem 2:2.
Auch die SV Elversberg drehte ihre Partie am Samstagabend beim Abstiegskandidaten Dynamo Dresden. Nach 0:1-Rückstand trafen Nicholas Mickelson und Lukas Petkow noch zum 2:1-Sieg für die Saarländer, die mit 41 Zählern den Anschluss halten und bereits den siebten Auswärtssieg feierten. Das bedeutet Rekord in der laufenden Spielzeit.
Hannover 96 hat mit einem wichtigen Auswärtssieg die Aufstiegshoffnungen bei Hertha BSC wohl beendet und sich selbst in eine sehr gute Position für die ersten drei Plätze gebracht. Nach zwei Treffern von Boris Tomiak und Noah Weißhaupt nach einer knappen halben Stunde legten die Niedersachsen den Grundstein für den Sieg in Berlin. Hertha kam zwar noch einmal auf 1:2 und 2:3 heran, doch am Ende reichte es für die Gastgeber nicht mehr. „Trotzdem sind wir heute über weite Strecken wirklich souverän aufgetreten. Es ist insgesamt gut, wie die Mannschaft sich momentan präsentiert“, sagte Hannovers Trainer Christian Titz.
Mit sechs Punkten Rückstand auf das Führungs-Quintett laufen die Berliner den Aufstiegskandidaten weit hinterher. „Wir haben es immer noch ein in eigener Hand und werden bis zum Ende daran glauben“, sagte Hertha-Profi Paul Seguin nach der 2:3-Heimniederlage trotzig. Torhüter Tjark Ernst, der erneut mit einigen Paraden weitere Gegentore verhinderte, hakte die Niederlage schnell ab und blickte voraus: „Nächste Woche spielen wir wieder gegen einen direkten Konkurrenten und haben da auch wieder die Chance, es besser zu machen.“
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