Rekordergebnis bei der Baywa

Der Münchner Mischkonzern Baywa meldet im Zeichen von Energieknappheit und Sorgen um die Welternährung ein neues Rekordergebnis: Im ersten Halbjahr stieg der Konzernumsatz binnen Jahresfrist um fast 40 Prozent auf auf 12,9 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis war mit 328,5 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie in der ersten Hälfte 2021 (144,6 Millionen Euro. Vorstandschef Klaus Josef Lutz nannte das am Donnerstag „außergewöhnlich und sensationell“. Der Nettogewinn hat sich fast verdreifacht, von 66,8 Millionen auf 177,6 Millionen Euro.

Der Umsatz- und Gewinnsprung geht einher mit dem rasanten Preisanstieg bei Getreide und Dünger sowie der international steigenden Nachfrage nach Ökostrom-Anlagen. Die Baywa ist Deutschlands größter Agrarhändler, ein zweites wichtiges Standbein sind die erneuerbaren Energien, das Unternehmen projektiert und baut unter anderem große Solarparks. Beide Geschäftsfelder meldeten exzellente Ergebnisse, der Umsatz mit den erneuerbaren Energien verdoppelte sich auf 2,7 Milliarden Euro.

Vorstandschef Lutz betonte, der Gewinnsprung im Agrargeschäft sei nicht der Marktlage geschuldet, sondern höherer Profitabilität. Für die zweite Jahreshälfte erwarten Lutz und seine Kollegen keine Fortsetzung der rasanten Teuerung bei Getreide oder Dünger, sondern stabile oder zumindest langsamer steigende Preise. Das Unternehmen hatte Ende Juli bereits seine Prognose erhöht und rechnet nun mit 400 bis 450 Millionen Euro Vorsteuergewinn.

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