Veröffentlicht am 30.09.2022 17:19

Reh totgebissen: Polizei hat wildernde Hunde in Verdacht

Ein angefressenes Reh hat am frühen Donnerstag Morgen eine Spaziergängerin in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung im Bereich des Dinkelsbühler Ortsteils Tiefweg entdeckt.

Der von der Frau sofort alarmierte Jagdpächter nahm den toten Rehbock in Augenschein. Auch die Dinkelsbühler Polizeiinspektion wurde verständigt. Die zusammengerufenen Fachleute mutmaßen, dass höchstwahrscheinlich wildernde Hunde das Tier gehetzt und am Hals gebissen hatten, um es anschließend zu töten. Bissspuren waren eindeutig erkennbar, schilderte ein Polizeisprecher. Der oder die Hunde sollen den Rehbock außerdem ausgeweidet haben.

Die Ermittler der Dinkelsbühler Inspektion haben ihre Arbeit aufgenommen, um die Jagdwilderei aufzuklären. Sie hoffen dabei auch auf die Unterstützung von Zeugen. Diese werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09851/57190 bei der Polizei zu melden.

Die Zeugin hatte am Abend vorher lautes Hundegebell aus dem Wald vernommen. Anwohner und auch Jäger berichteten der Polizei, dass mittlerweile oft streunende und nicht angeleinte Hunde im Bereich der Dinkelsbühler Stadtteile Sinbronn und Neustädtlein gesichtet werden.

Deshalb mahnt die Polizei Hundebesitzer an, bei Spaziergängen ihre Tiere an die Leine zu nehmen. Denn bereits ohne nennenswerten Vorfall muss laut bayerischem Jagdgesetz ein Hundehalter mit einer Geldstrafe rechnen, wenn er seinen Vierbeiner unbeaufsichtigt frei in einem Jagdrevier laufen lässt. Die Dinkelsbühler Beamten wollen ihre Kontrollen in den kommenden Wochen verstärken.

Martina Haas

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