Radweg zwischen Burghaslach und Niederndorf: Wurzeln haben die Trasse zerstört | FLZ.de

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Veröffentlicht am 31.03.2026 14:18

Radweg zwischen Burghaslach und Niederndorf: Wurzeln haben die Trasse zerstört

Da ruckelt es gewaltig: Durch die Wurzeln ist der Radweg zwischen Burghaslach und<br>Niederndorf sanierungsbedürftig. (Foto: Sandra Buchwald)
Da ruckelt es gewaltig: Durch die Wurzeln ist der Radweg zwischen Burghaslach und
Niederndorf sanierungsbedürftig. (Foto: Sandra Buchwald)
Da ruckelt es gewaltig: Durch die Wurzeln ist der Radweg zwischen Burghaslach und
Niederndorf sanierungsbedürftig. (Foto: Sandra Buchwald)

Die Radstrecke zwischen Burghaslach und Niederndorf durch die idyllischen Alleebäume gilt als besonders schön. Doch die vergangenen Jahre wurden die Freuden für die Radelnden arg getrübt. Der Grund: Die Bäume hatten Wurzeln direkt durch den Asphalt geschlagen und Wellen verursacht, die für die Radelnden gefährlich wurden.

Uneben sei die Strecke jetzt – und es habe auch schon Stürze gegeben, erläuterte Bürgermeister Armin Luther den Gemeinderäten. Deshalb solle die Trasse rasch saniert werden. Die Schäden durch das Wurzelwerk seien streckenweise enorm. Erst hatte Armin Luther die Idee, dass es statt des klassischen Sanierens wohl besser wäre, wenn man den Radweg etwas verlege, sodass genügend Abstand zwischen den Bäumen und dem Asphalt bestünde. Doch jetzt sei durch das Staatliche Bauamt Ansbach ein Pilotprojekt anvisiert: Die Wurzelwerke sollen verändert werden.

Für die Gemeindekasse auf jeden Fall positiv

Das habe für die Gemeindekasse viel Positives: Denn das Bauamt werde die Kosten für die Radwegsmeter zwischen dem Hauptort und dem Gemeindeteil übernehmen, wo die Bäume gepflanzt seien. Denn die Exemplare, so sagte Luther, habe das Bauamt selbst um das Jahr 1992 platziert. „Die landschaftsbildprägenden Bäume wollen wir unbedingt erhalten, weil sie gesund und vital sind“, schilderte Frank Biedermann als Vertreter des Staatlichen Bauamtes die Pläne. Doch weil das Sanieren des zerstörten Asphalts wegen der Wurzeln wenig Erfolg versprechen würde, soll ein neues Projektmodell langfristig wirken.

Was für die Gemeinde als Pilotprojekt gilt, praktizieren Gemeinden in Norddeutschland schon länger – und sie haben Erfolg damit. Grundlage sei das Lenken der Wurzeln, ein Konzept, das durch den Spezialisten Clemens Heidger entwickelt worden sei. Dies gelänge, wenn als Ergänzung des für den Radweg klassischen Aufbaus durch fünf Zentimeter dicke „Wurzellockstoffe“ den jeweiligen Baumwurzeln der perfekt passende Anreiz geboten würde, sich so zu verändern und so zu wachsen, dass es der Radwegsanierung dienlich ist.

Für dieses Pilotprojekt votierten die Gemeinderäte geschlossen. Denn das vermeidet den Grunderwerb, den die Gemeinde für das Verlegen des Radweges tätigen müsste. Weil man diese Kosten jetzt sparen könne und das Staatliche Bauamt die Gelder für die Areale zuschieße, die durch Bäume bepflanzt seien, sei das Sanierungsprojekt auch einigermaßen günstig umsetzbar.

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