Präsentation der neuen Tasse stimmt auf den Rothenburger Weihnachtsmarkt ein | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 21.11.2025 12:43

Präsentation der neuen Tasse stimmt auf den Rothenburger Weihnachtsmarkt ein

Elke Roeder Gonzalez zeigt „ihre” Weihnachtsmarkttasse vor dem Rathaus.  (Foto: Margit Schwandt)
Elke Roeder Gonzalez zeigt „ihre” Weihnachtsmarkttasse vor dem Rathaus. (Foto: Margit Schwandt)
Elke Roeder Gonzalez zeigt „ihre” Weihnachtsmarkttasse vor dem Rathaus. (Foto: Margit Schwandt)

Rund um das Rathaus herrscht rege Betriebsamkeit. Buden werden geschmückt und eingerichtet, Fichten- und Tannenzweige aufgetackert. 61 Buden wird es geben. Nicht wegzudenken sind die Bratwürste sowie Glühwein und Punsch. Letztere werden in einer neuen Tasse ausgeschenkt, wie jedes Jahr. Das Motiv ist von Elke Roeder Gonzalez.

Die Tasse 2025 ist dunkelblau und innen mit dem Rothenburger Stadtwappen versehen. Außen schmückt sie ein Motiv, das die Rothenburgerin Elke Roeder Gonzalez geschaffen hat. Vor der Stadtsilhouette, die in Weiß-, Grau-, Blau- und Gelbtönen gestaltet ist, findet sich das Reiterle. Leuchtende Stadtturmsterne kann man entdecken, und weitere Sterne rings um das Hauptmotiv.

Acryl-Malerei vor sechs Jahren entdeckt

Schon in jungen Jahren hat Elke Roeder Gonzalez gezeichnet und gemalt, von Bleistiftzeichnungen über Bauernmalerei bis hin zu Öl- und Aquarellzeichnungen. Vor etwa sechs Jahren wünschte sich ihre Tochter Laura – die als Magdalena im Festspiel auftritt und stellvertretende Vorsitzende des Festspielvereins ist – abstrakte Frauengesichter in Acryl. Ihre Mutter erfüllte ihr den Wunsch und hat seither die Acryl-Malerei für sich entdeckt.

Bereits im vergangenen Jahr hat sie sich mit Tassenmotiven bei der Stadt beworben. In diesem Jahr konnte sie sich mit ihrem Entwurf gegenüber drei Mitbewerbern um das Tassenmotiv durchsetzen. Insgesamt 25.000 Tassen wurden für die diesjährige Reiterlesmarkt-Saison bestellt, so Pia Lux vom Amt für Messen und Märkte.

Erfahrungsgemäß würden etwa 10.000 Tassen übrig bleiben und im Folgejahr weiterverwendet. Etliche der bisherigen Tassenmotive seien vergriffen, so Robert Nehr vom Tourismus-Service. Und es kommen immer wieder Anfragen von Menschen, die die Tassen sammeln. Sie möchten sie zugeschickt bekommen.

Es sind Rothenburgerinnen und Rothenburger, die sich mit ihren Tassenmotiven bei der Stadt bewerben. Das Amt für Messen und Märkte entscheidet dann, welches Motiv gewählt wird – in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister. Rothenburg muss im Motiv auf den ersten Blick erkennbar sein, so Nehr.

Eine Bezahlung gibt es übrigens nicht für die Künstlerin, es sind liebevolle Kleinigkeiten, wie die Tasse selbst und ein paar Gutscheine. Doch auf Geld kommt es Elke Roeder Gonzalez nicht an. Ihr ist es wichtig, anderen eine Freude zu machen und sie hofft natürlich, dass die Tasse den Leuten gefällt. Immerhin sind es etwa 15.000 Tassen, die mitgenommen werden, was bedeutet, dass in 15.000 Haushalten auf der ganzen Welt eine Tasse mit dem von ihr geschaffenen Motiv steht.

Großes ehrenamtliches Engagement

Robert Nehr und Pia Lux sind begeistert vom großen ehrenamtlichen Engagement. Denn viele Rothenburgerinnen und Rothenburger stehen in ihren Buden zum Wohle sozialer, karitativer und kirchlicher Einrichtungen, auch über Rothenburg hinaus. Insgesamt 13 Weihnachtsbäume innerhalb der Stadt werden von Privatleuten oder Initiativen geschmückt. Dazu gehören die Panduren vom Festspiel, Diakoneo, der Kunstkreis oder Romantisches Franken. Bedingung sei, keine Werbung, keine Lichtelemente und auch keine politischen Botschaften anzubringen. Der Gasthof „Alter Keller“ hat seine Gäste gebeten, Weihnachtswünsche auf Holztäfelchen zu schreiben, und ziert damit einen Baum. Im Klingenviertel schmückt eine Gruppe von Anwohnenden den Christbaum, pflegt damit nachbarschaftliche Begegnungen. Man will damit gemeinsam die Freude an Weihnachten entdecken und weitergeben.


Von MARGIT SCHWANDT
north