Bei der Durchsuchung eines Lagers von einem Händler für historische Militärgegenstände haben Polizisten in Oberbayern Waffen und Nazi-Devotionalien gefunden. Die Waffen würden nach dem Fund in Markt Indersdorf (Landkreis Dachau) darauf geprüft, ob sie regelkonform unbrauchbar gemacht wurden, sagte ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts. Falls nicht, könne es sich um Verstöße gegen das Waffenrecht und das Kriegswaffenkontrollgesetz handeln.
Ausgangspunkt der Durchsuchung waren demnach Ermittlungen der Polizei in Brandenburg und der Staatsanwaltschaft Potsdam. Der Händler für Militärgegenstände soll demnach einen Teil des Grundstücks in Oberbayern als Lager angemietet haben.
Doch in einem separaten Raum einer Wohnung des Vermieters auf dem rund 2.000 Quadratmeter großen Areal fanden die Ermittler verschiedenste Nazi-Devotionalien - darunter eine Dose mit der Aufschrift „Zyklon B“, KZ-Häftlingskleidung und Nazi-Abzeichen.
Da die Gegenstände nicht öffentlich gezeigt worden seien, würden zunächst aber nur mögliche waffenrechtliche Verstöße des Händlers und des Vermieters geprüft, hieß es vonseiten des Landeskriminalamts.
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