Playmobil-Hallen bereits inseriert: 90.000 Quadratmeter in Dietenhofen zu vermieten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.04.2026 20:28

Playmobil-Hallen bereits inseriert: 90.000 Quadratmeter in Dietenhofen zu vermieten

Wo früher Playmobil produzierte, sollen ab Juli andere Unternehmen einziehen. Über eine Internetbörse wird die Betriebsgebäude zur Vermietung angeboten. (Archivbild: Yvonne Neckermann)
Wo früher Playmobil produzierte, sollen ab Juli andere Unternehmen einziehen. Über eine Internetbörse wird die Betriebsgebäude zur Vermietung angeboten. (Archivbild: Yvonne Neckermann)
Wo früher Playmobil produzierte, sollen ab Juli andere Unternehmen einziehen. Über eine Internetbörse wird die Betriebsgebäude zur Vermietung angeboten. (Archivbild: Yvonne Neckermann)

Für die Mitarbeitenden ist der 30. Juni ein trauriger Tag. Dann werden sie nicht mehr in der Produktion oder Logistik von Playmobil in Dietenhofen tätig sein. Nun werden weite Teile des riesigen Betriebsgeländes zur Vermietung angeboten.

Für den „Industrie-Campus mit 90.000 Quadratmetern Produktions- und Logistikflächen” wird auf der Immobilien-Plattform Immoscout nach Mietinteressenten und -interessentinnen gesucht. Ab 1. Juli seien die Flächen zu haben, heißt es in einer Anzeige auf dem Portal.

Das Playmobil-Gelände ist in Teilen zu haben

Dass das Firmengelände mit einer Grundstücksfläche von 167.000 Quadratmetern nicht so leicht im Ganzen zu vermieten ist, ist den Eigentümern oder Eigentümerinnen klar. Teilbar seien die Flächen ab einem Zuschnitt von 2500 Quadratmetern.

Es überrascht, dass auf einmal weite Teile des Betriebsgeländes zur Vermietung angeboten waren. Schließlich war erst in der Februarsitzung des Dietenhofener Gemeinderats ein großer Plan für eine Nachnutzung vorgestellt worden. Ein Rechenzentrum soll dort entstehen, von einer Investition in dreistelliger Millionenhöhe war die Rede.

Verschiedene Pläne für das Hochregallager

Die genauen Maße des Rechenzentrums wurden noch nicht genannt, allerdings hieß es, das Hochregallager sei eines der Gebäudeteile, die dafür zurückgebaut werden sollten. Eben dieses Hochregallager wird jetzt aber unter vielen anderen Hallen und Gebäudeteilen auf Immoscout zur Miete beworben.

In der Playmobil-Siedlung Albert-Schweitzer-Straße, Humboldtstraße und Jahnstraße ist man gewohnt, auf das über 30 Meter hohe Hochregallager des Spielzeugherstellers zu schauen. Jetzt gibt es Pläne für einen Rückbau und eine neue Nutzung des Areals.  (Foto: Yvonne Neckermann)
In der Playmobil-Siedlung Albert-Schweitzer-Straße, Humboldtstraße und Jahnstraße ist man gewohnt, auf das über 30 Meter hohe Hochregallager des Spielzeugherstellers zu schauen. Jetzt gibt es Pläne für einen Rückbau und eine neue Nutzung des Areals.  (Foto: Yvonne Neckermann)

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Aus dem Rathaus Dietenhofen heißt es auf Anfrage, dass man davon ausgehe, dass an den Plänen für das gigantische Rechenzentrum festgehalten wird. Handelt es sich also eher um ein Angebot für eine Zwischennutzung? Schließlich steht das Genehmigungsverfahren für das Rechenzentrum noch ganz am Anfang.

Fabian Weinberger, der auf Immoscout als Ansprechpartner für diejenigen genannt wird, die sich für eine Anmietung auf dem Playmobilgelände interessieren, müsste es wissen. Er ist Geschäftsführer der AF02 GmbH. Diese hat sich laut „Company House”, das online Firmen- und Wirtschaftsinformationen bereitstellt, „dem An- und Verkauf von bebauten und unbebauten Grundstücken aller Art, Verwaltung und Vermittlung eigener und fremder Immobilien sowie Vorbereitung und Durchführung von Bauvorhaben, Tätigkeiten als Bauträger oder Baubetreuer sowie Forschung im Bereich zentrale IT-Services, Rechenzentren und Cloud-Lösungen” verschrieben. Gegenüber der Presse bittet er aber um Verständnis dafür, dass er keine Angaben zu dem Projekt machen will.

Rechenzentrum soll erst einmal die jetzige PV-Fläche erhalten

In einem ersten Schritt soll für das Rechenzentrum laut der damaligen Erläuterung im Gemeinderat die Fläche der jetzigen Photovoltaikanlage bebaut werden, sodass es noch ausreichend Platz für weitere Nutzungen auf dem riesigen Betriebsgelände gibt.

Angeboten werden neben dem Hochregallager mit 100.000 Palettenstellplätzen Produktionshallen, Logistikzonen, Siloinfrastruktur sowie Büro- und Sozialflächen. Als mögliche Nutzungen werden auf Immoscout „industrielle Fertigung, Kunststoff- und verarbeitende Industrie, Kontraktlogistik, E-Commerce- und Fulfillment-Strukturen sowie Unternehmen mit hohem Lager- und Umschlagbedarf und wachstumsorientierte Mittelständler” genannt. Verpackungs- und (Spritzguss-)Fertigungsmaschinen könnten ebenfalls übernommen werden.

Mit Dietenhofen wird der letzte Produktionsstandort von Playmobil in Deutschland geschlossen, 350 Mitarbeitende sind von der Aufgabe des Standorts betroffen.


Ulli Ganter
Ulli Ganter
Redakteurin
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