Veröffentlicht am 12.08.2022 12:19

Phosphorbecher gefunden: Bub schwer an den Händen verbrannt

Schwere Verbrennungen an den Händen hat ein Junge während einer Kinderfreizeit in Oberbayern erlitten. Der Zehnjährige hatte am Donnerstag in einem See bei Grainau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) einen Phosphorbecher aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und mit in seine Unterkunft gebracht, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Bei Kontakt mit Sauerstoff entzündet sich Phosphor und raucht, weshalb die Chemikalie in Brandbomben, sowie Blend- und Rauchgranaten zum Einsatz kam. Als der Becher aus US-Beständen plötzlich zu rauchen begann, versuchte der Bub ihn ins Freie zu tragen, wobei er sich die Hände verbrannte. Die übrigen Kinder und ihre Betreuer verließen das Gebäude. Sie konnten anschließend auch nicht mehr zurückkehren, da das Haus durch den Phosphorrauch teilweise kontaminiert war.

Das Ausmaß der Kontamination muss noch festgestellt werden. Ein neunjähriges Mädchen erlitt durch die Aufregung einen Schock und musste die Nacht im Krankenhaus verbringen. Die Suche nach weiteren Phosphorbechern am Fundort verlief zunächst ergebnislos.

© dpa-infocom, dpa:220812-99-363214/2

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