„Pfui. Widerlich“: Stimmungsmache vom Kölner Stadionsprecher | FLZ.de

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 07.03.2026 21:58

„Pfui. Widerlich“: Stimmungsmache vom Kölner Stadionsprecher

Stadionsprecher Michael Trippel sorgte mit seiner Schiedsrichterschelte für Wirbel (Archivbild) (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)
Stadionsprecher Michael Trippel sorgte mit seiner Schiedsrichterschelte für Wirbel (Archivbild) (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)
Stadionsprecher Michael Trippel sorgte mit seiner Schiedsrichterschelte für Wirbel (Archivbild) (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Beim unglücklichen 1:2 des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund hat sich Stadionsprecher Michael Trippel den Unmut des eigenen Vereins zugezogen. Sportchef Thomas Kessler kritisierte den Stadionsprecher deutlich für dessen deutliche Kritik am Schiedsrichterteam bei zwei strittigen Entscheidungen.

„Pfui. Widerlich“, hatte Trippel in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit über das Stadion-Mikrofon geschimpft, nachdem Schiedsrichter Daniel Siebert dem Kölner Jamai Simpson-Pusey die Rote Karte wegen groben Foulspiels (45. Minute +2) gezeigt hatte. Siebert hatte zunächst die Gelbe Karte gezückt, seine Entscheidung aber nach Ansicht der Videobilder revidiert. 

FC-Sportchef Kessler kündigt Nachspiel an

Als dem Dortmunder Yan Couto in Nachspielzeit der zweiten Halbzeit der Ball im eigenen Strafraum an den Arm gesprungen war, es aber weder einen Elfmeterpfiff noch ein Einschreiten des Video-Schiedsrichters gab, platzte dem Kölner Stadionsprecher endgültig der Kragen. Nach Spielende schrie er ins Mikrofon: „In der 95. Minute hat es ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum gegeben und das guckt sich noch nicht einmal einer an!“ Damit löste er wütende Reaktionen der Kölner Fans aus.

Für Kessler zu viel des Guten. „Es ist nicht richtig, dass ein Stadionsprecher im Rahmen eines Bundesliga-Spiels seine Emotionen über das Mikrofon preisgibt“, sagte Kessler und kündigte an: „Da werden wir sicher im Nachgang drüber sprechen.“ 

In der Frage nach dem Platzverweis gab der Kölner Sportchef Siebert recht. Für den nicht gegebenen Elfmeter hatte auch er allerdings kein Verständnis. „Ich finde, man kann das Handspiel aus dem Spiel heraus sehen. Wenn er das nicht sieht, gibt es immer noch einen VAR. Das ist ein Elfmeter“, schimpfte Kessler.

© dpa-infocom, dpa:260307-930-783675/1


Von dpa
north