Die Edith-Stein-Realschule geht auf die Mädchen-Lernstätte zurück, die Fürst Gustav Adolf 1873 in Schillingsfürst hatte. Er wirkte lange als Kurienkardinal im Vatikan. Daher rührt eine besondere Verbindung zu Rom, die die Schule alle drei Jahre durch Fahrten aufrechterhält. Den jüngsten Aufenthalt krönte ein persönlicher Gruß des Papstes.
Die Reise habe bei allen 36 Teilnehmenden tiefe Eindrücke hinterlassen, hieß es in einer Mitteilung der Schule. So bildete der beleuchtete Petersplatz eine prächtige Auftaktkulisse.
Bei einer Stadtführung erhielten die Jugendlichen spannende Einblicke in Geschichte und christliche Tradition. Besonders bewegend sei der Besuch der Kirche Santa Maria Maggiore mit ihrer kunstvollen Architektur und bedeutenden Kunstwerken ausgefallen. Auch das Grab von Papst Franziskus, das sich dort befindet, wurde aufgesucht.
Zum Programm gehörten zudem die Besichtigung des Petersdoms, der Sixtinischen Kapelle und der vatikanischen Museen sowie eine Führung in den Domitilla-Katakomben. Ein weiterer zentraler Moment war das Gedenken am Grab des Schulstifters, Kurienkardinal Gustav Adolf, wo die Gruppe einen Kranz niederlegte.
Den Höhepunkt des letzten Tages bildete ein feierlicher Gottesdienst auf dem Campo Santo Teutonico, an dem Moritz Brenz und Niklas Kostenko als Ministranten mitwirkten. Auf dem Petersplatz folgte dann noch eine große Überraschung. So baute Papst Leo XIV. in seine wöchentliche Botschaft an die versammelten Gläubigen einen persönlichen Gruß an die Edith-Stein-Realschule ein.
Die Bitte, das zu tun, sei freilich zuvor an das päpstliche Büro gerichtet worden, teilte die Schule mit. Dennoch habe die Nennung des Schulnamens durch den Heiligen Vater eine ganz besondere Wirkung hinterlassen, hieß es. „Mich hat es sehr gefreut, dass der Papst uns persönlich begrüßt hat“, wird Schülerin Maya Seidel zitiert.
Ein letzter Spaziergang durch die Altstadt und ein gemeinsames Abschlussessen rundeten die Fahrt ab, bevor die Gruppe mit vielen bleibenden Erinnerungen die Heimreise antrat. Schulleiter Marcus Pfalzer zog ein persönliches Fazit: „Ich war über den Zusammenhalt in der Gruppe außerordentlich begeistert.”
Alle hätten sich auf die Tage eingelassen. „Für mich war es ein besonderes Glaubensfest”, so Pfalzer. Und auch Schülerin Yamina Keitel bestätigte, verändert von der Reise zurückgekehrt zu sein.