Der Olympia-Traum von Deutschlands Top-Snowboarderin Ramona Hofmeister scheint sich tatsächlich noch zu erfüllen. Dreieinhalb Monate nach ihrer schweren Fußverletzung und knapp vier Wochen vor Eröffnung der Winterspiele in Italien will die 29-Jährige beim Parallel-Riesenslalom in Scuol am Samstag in den Weltcup zurückkehren.
Sie sei „nicht so weit weg“, sagte die viermalige Gesamtweltcupsiegerin vor dem Event in der Schweiz. „Klar: Während ich im Kraftraum trainiert habe, waren meine Konkurrentinnen auf Schnee. Diese Wochen fehlen mir. Trotzdem freue ich mich riesig, wieder dabei zu sein. Ich gehe voll motiviert und ganz ohne Druck an den Start.“
Hofmeister hatte bei einem Trainingssturz in Zermatt Ende September eine Sprunggelenkfraktur erlitten und daraufhin die komplette bisherige Saison verpasst. Die Hoffnung auf ihre dritte Olympia-Teilnahme nach Pyeongchang 2018 und Peking 2022 gab die Oberbayerin allerdings nicht auf.
„Ich habe nach der Operation mit meinem Athletiktrainer telefoniert. Der hat gesagt: 99 Prozent deines Körpers sind gesund. Also pack ma's!”, berichtete Hofmeister. Im Kraftraum habe sie keine Pause eingelegt. „Direkt nach dem Sturz beziehungsweise der OP habe ich voll motiviert losgelegt. Ich konnte die Situation sofort annehmen.“
Natürlich wolle sie die Qualifikation für die Winterspiele im Februar noch schaffen, sagte die Raceboarderin aus Bischofswiesen. „Das hat mich jeden Tag im Training motiviert.“ Rein formal muss sie in dieser Saison dafür einmal unter die Top 8 oder zweimal unter die Top 16 fahren. Aufgrund ihres zweiten Platzes in der Parallel-Wertung des vergangenen Winters darf Hofmeister von einem deutschen Quotenplatz aber sicher auch so ausgehen.
Kurz vor Weihnachten stand die 26-malige Weltcupsiegerin und größte deutsche Snowboard-Hoffnung erstmals nach ihrer Verletzung wieder auf dem Brett. Es folgte ein Härtetest mit dem Team am Kronplatz in Italien. Nun kehrt Hofmeister in den Weltcup zurück.
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