Ohrenbach: Derzeit leben 555 Personen in der kleinsten Gemeinde im Kreis Ansbach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.05.2026 11:00

Ohrenbach: Derzeit leben 555 Personen in der kleinsten Gemeinde im Kreis Ansbach

Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Oberscheckenbach sind mittlerweile abgeschlossen, wurden aber auch noch einmal kurz in der Bürgerversammlung thematisiert.  (Archivbild: Karl-Heinz Gisbertz)
Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Oberscheckenbach sind mittlerweile abgeschlossen, wurden aber auch noch einmal kurz in der Bürgerversammlung thematisiert. (Archivbild: Karl-Heinz Gisbertz)
Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Oberscheckenbach sind mittlerweile abgeschlossen, wurden aber auch noch einmal kurz in der Bürgerversammlung thematisiert. (Archivbild: Karl-Heinz Gisbertz)

In Ohrenbach, der kleinsten Gemeinde des Landkreises Ansbach, wohnen auf einer Fläche von knapp 23 Quadratkilometern aktuell 555 Personen. Bürgermeister Johannes Hellenschmidt hatte noch mehr Zahlen in der Bürgerversammlung parat.

Der Gemeinderat hat zum Beispiel in 13 öffentlichen und 13 nicht öffentlichen Sitzungen insgesamt 133 Tagesordnungspunkte behandelt. Finanziell sei die Gemeinde gut aufgestellt und mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 90 Euro liege sie sogar weit unter dem Landesdurchschnitt von knapp 1600 Euro. Bei der Steuerkraft wiederum liege sie mit etwa 1400 Euro pro Einwohnerin beziehungsweise Einwohner etwas über dem Landesdurchschnitt.

Haushalt von fast drei Millionen Euro

Der Haushaltsplan für 2026 umfasst ein Gesamtvolumen von gut 2,8 Millionen Euro, aufgeteilt in den Verwaltungshaushalt mit 1,72 Millionen Euro und in den Vermögenshaushalt mit 1,08 Millionen Euro. Eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt ist mit 11.600 Euro geplant. Die wichtigsten Ausgaben im Verwaltungshaushalt stellen Personalkosten (180.000 Euro) sowie Sach- und Betriebsaufwand (635.000 Euro) dar.

Im Vermögenshaushalt sind Baumaßnahmen in Oberscheckenbach 25 mit 775.000 Euro – die Ausschreibung der Gewerke ist zum Teil bereits erfolgt – und Straßenbau beziehungsweise Straßenbeleuchtung mit 110.000 Euro vorgesehen. Beim Vergleich von Einnahmen und Ausgaben ergeben sich für Kanal, Abwasser, Wasserversorgung und Abfallentsorgung jeweils leichte Defizite, die in Summe rund 93.500 Euro betragen.

Die Hebesätze für die Grundsteuer liegen bei 400 Prozent, für die Grundsteuer B bei 220 Prozent und bei der Gewerbesteuer bei 310 Prozent. Dadurch ergeben sich bei der Grundsteuer A und B Einnahmen von insgesamt 123.380 Euro, während die Gewerbesteuer 350.000 Euro für die Gemeinde ausmacht.

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Bei der Einkommensteuer-Beteiligung darf die Kommune 2026 mit einer Summe von 432.000 Euro rechnen, bei der Umsatzsteuer-Beteiligung wird eine Finanzzuweisung für 2026 in Höhe von 38.300 Euro erwartet und bei der Schlüsselzuweisung 92.600 Euro.

Mehr Zusammenarbeit bei den Kindergärten

16 Schülerinnen und Schüler aus Ohrenbach besuchen in diesem Schuljahr die Grundschule in Oberscheckenbach. Die Gemeinde zahlt pro Schülerin und pro Schüler eine Umlage von 2.170 Euro, insgesamt also 34.72 Euro.

Die Verwaltungsumlage für die Mittelschule in Rothenburg wird voraussichtlich 27.000 Euro ergeben. Für den Kindergarten „Zum guten Hirten“ in Oberscheckenbach wird die Betriebskostenförderung 200.000 Euro betragen, der Zuschuss des Freistaates 110.000 Euro.

Die kommunale Zusammenarbeit mit den Kindergärten in Adelshofen und Steinsfeld wird weiter intensiviert. Der Unterhalt für Straßen (Winterdienst), für Feldwege und Spielplätze schlägt mit rund 63.000 Euro zu Buche. Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind auch die Umlagen an den Landkreis (420.000 Euro) und an die Verwaltungsgemeinschaft Rothenburg (130.000 Euro) zu schultern. Die Investitionsumlagen an den Schulverband Oberscheckenbach (10.000 Euro) und an den Schulverband der Mittelschule (15.000 Euro) kommen hinzu. Durch den Aufschub der Sanierung von Gemeindestraßen und Wirtschaftswegen im vergangenen Jahr wurden 43.000 Euro eingespart.

22 Baugrundstücke im „Hirtenfeld”

Bürgermeister Hellenschmidt informierte auch über das Baugebiet „Im Hirtenfeld“ in Ohrenbach. Hier stehen 22 Baugrundstücke unterschiedlicher Größe zwischen 651 und 1230 Quadratmeter zur Verfügung. Im Moment sei ein weiteres Einfamilienhaus im Entstehen. Der Grundstückspreis betrage aktuell 85 Euro pro Quadratmeter.

Im Namen der Bevölkerung dankte der Bürgermeister den sechs Freiwilligen Feuerwehren für ihre Dienste bei Einsätzen und für die guten Angebote der Fortbildung. Lobende Worte fand er auch für die Dorfjugend, die Bauernkapelle und allen Ehrenamtlichen für die Organisation der Kirchweihfeste.

Pizza-Abende und Stammtisch

Dass die Bevölkerung die Einladungen ins Dorfgemeinschaftshaus nach Oberscheckenbach so gut annimmt, sei vor allem den dort tätigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu verdanken. Abwechselnd fänden dort monatlich sowohl ein Stammtisch (Mittwoch, 19 Uhr) als auch Pizza-Abende (Freitag, 18 Uhr) statt. Die Rückmeldungen der Gäste sind durchweg positiv, worüber sich der Kreis der Verantwortlichen um die Vorsitzende Jutta Mittmann besonders freuen könne.

Eine große Baumaßnahme sei die Ortsdurchfahrt in Oberscheckenbach mit der Verbesserung der Gehsteige und den erforderlichen Kanalarbeiten gewesen. Für den Ohrenbacher Ortsteil hätten diese Bauarbeiten zwar vorübergehend manche Einschränkungen mit sich gebracht, doch habe das Ortsbild dadurch auch eine deutliche Aufwertung erfahren. Bürgermeister Hellenschmidt, für den am 1. Mai seine dritte Amtszeit begonnen hat, zeigte sich mit dem Besuch der Versammlungen für die Bürgerinnen und Bürger in Reichardsroth und Ohrenbach sehr zufrieden.

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